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Donnerstag, 7. April 2011

Anthologie: LeseBlüten Fantasy 2011

Heute hat es an der Tür geklingelt und was hat er mir gebracht? Ein Paket mit den Büchern "LeseBlüten Fantasy 2011" ...




Leider hat es mit dem Fotografieren nicht so gut geklappt ... aber es kommt ja auf den Inhalt an :-)







Diese Fantasy-Sammlung umfasst 29 Kurzgeschichten von insgesamt 23 Autoren aus Deutschland, Italien und der Schweiz. Das vorgegebene Genre Fantasy findet sich nicht nur in Vampir- oder Drachenerzählungen wieder. Nein, die unterschiedlichen Kurzgeschichten handeln beispielsweise auch von einem Phönix, einem Gnom, einem Multicolor-Karnickel, einem Schattengarten, Katzenfrauen, ganz vielen anderen zauberhaften Wesen oder auch einfach nur Menschen, die Übersinnliches erleben – in ihren Träumen, in Zwischenwelten, in ihrem Leben vor oder nach dem Tod. Ein wahrhaft märchenhaftes Buch voller Zauber, Magie und vor allem viel Fantasie!

ISBN-Nr. 3942786028
224 Seiten
erschienen im Piepmatz Verlag



Leseprobe aus "Verschlungene Pfade" (erschienen in der Anthologie LeseBlüten Fantasy 2011)

...

Kurz vor Sonnenuntergang bog Neferrilion um eine schmale Felsnase und dahinter bot sich ihm ein zufriedener Anblick. Er hatte die nächste Siedlung erreicht. Mit einem erleichterten Seufzer schaute er gen Horizont, wo allmählich die orangerote Sonne im Westen versank und tauchte den kleinen Abschnitt Leven’raukas in eine malerische Abenddämmerung.
Mit der Aussicht auf ein warmes Essen und eine geruhsame Nacht schritt er schneller voran und kam kurz darauf an einem verwitterten Straßenschild vorbei. In verblassten Lettern las er den Dorfnamen, wobei das A und das I von Alastir kaum noch zu erkennen waren. Fast jedes Haus wies schräge Dachgiebel, sowie löchrige Außenwände auf und doch besaß jedes einen kleinen, sorgfältig angelegten Garten. Blühende Blumen und wohlriechende Küchenkräuter verströmten ihren Duft und machten ihm den Mund auf eine köstliche Mahlzeit schmackhaft.
Wenige Meter später traf er auf eine alte Frau und auf seine Frage nach einem Gasthaus, deutete sie ans Ende der Straße und gab ihm eine Warnung mit auf den Weg. Dort würden Raubtierjäger ihr Jagdgeschick mit viel Alkohol feiern und er solle auf der Hut bleiben.
Neferrilion bedankte sich herzlich und betrat schließlich das Gasthaus „Zum einäugigen Drachen“. Sofort drang der Lärm der feuchtfröhlichen Gäste an sein Ohr. Viele brennende Kerzen auf Holztischen und Fackeln an den Wänden erhellten den Schankraum und hüllten ihn trotz ihres Scheines in ein dämmriges Licht. Alle Tische waren besetzt, während zwei Mägde mit vollen Tabletts und gefüllten Weinbechern hin und her huschten. Der Wirt hinter der Schanktheke kam kaum mit der Arbeit nach und schenkte unablässig Becher mit Wein oder selbstgebrautem Bier ein.
Als der Gastwirt den Neuankömmling bemerkte, winkte er ihn zu einem kleinen Tisch neben dem Kamin, der sich ganz hinten in der Stube befand. Diese Geste quittierte Neferrilion mit einem freundlichen Lächeln, schlängelte sich durch die Gästeschar, legte den Rucksack und seinen Wasserschlauch ab und nahm Platz. Doch kaum saß er, schluckte er merklich und in seine plötzliche Überraschung mischte sich der Hauch von Ärgernis.
„Du?“, fragte er ungeniert und starrte den Raukarii von heute Mittag direkt in die goldenen Augen.
Goldene Augen? Er selbst besaß eine goldene Augenfarbe, doch diese außergewöhnliche Eigenschaft rührte von seiner Unsterblichkeit her. War es nur Zufall oder hatte es vielleicht etwas zu bedeuten? Aber er kam nicht dazu weiter darüber nachzudenken, schon wurde er abgelenkt.
„Was heißt hier Du?“, fragte der Raukarii und lächelte schelmisch. „Das Essen schmeckt gut, nur die Gesellschaft lässt zu wünschen übrig.“
„Es gibt leckeren Eintopf und dazu ein kühles Glas Wein“, erklang eine weibliche Stimme von der Seite und Neferrilion erkannte eine vollbusige Magd. Erneut war er abgelenkt worden.
„Habt Ihr auch ein Bett für mich?“
„Zwei Topas für Essen und Zimmer“, erwiderte sie und lächelte.
Neferrilion überlegte sorgfältig bevor er antwortete. Zwei Halbedelsteine waren ein teuerer Preis für diese Gegend, aber schon morgen wartete ein weiteres Stück Weg auf ihn und unter freiem Himmel wollte er nicht übernachten, daher nickte er zustimmend. Aus seiner verborgenen Lederbörse, die er unter der Lederrüstung trug, holte er die geforderte Bezahlung hervor. Denn Edelsteine waren das gängige Zahlungsmittel in Leven’rauka.
„Zimmer Dreizehn ist noch frei, ich bringe Ihnen den Schlüssel mit Ihrer Bestellung“, erklärte die Magd und fuhr schließlich nach einem anzüglichen Grinsen zu Neferrilions Tischnachbar fort, während sie die .Zahlung in die Schürze steckte. „Wünscht Ihr Rotwein oder Weißwein zum Essen?“
Er entschied sich für Weißwein und beobachtete in den Augenwinkeln, wie die junge Frau verschwand und der Raukarii ihr mit eindeutigem Blick nachstellte, um sich gleich wieder an Neferrilion zu wenden, der ihm gegenüber saß und im Rücken konnte er nur erahnten, was im vollen Schrankraum geschah.
„Was führt Euch in eine so trostlose Gegend, wo sich Hase und Fuchs Gute Nacht sagen?“, kam die überraschende Frage.
„Das könnte ich ebenfalls fragen“, antwortete Neferrilion und wunderte sich, wie der Mann vor ihm hier hatte ankommen können, wo ihm auf dem Weg zu diesem Dorf niemand begegnet war, außer man zählte Kaninchen und Vögel nicht mit dazu. „Doch verzeiht, mir gelüstet es zurzeit nach keinem Gespräch, ich will nur etwas essen und dann schlafen gehen.“
„Schade, dabei hätte ich gerne Euren Namen gewusst“, seufzte der eigenartige Raukarii und unterstrich seine Worte mit einem amüsierten Schmunzeln.
„Meine Name ist nicht wichtig“, meinte Neferrilion brüsk und wollte einfach nur seine Ruhe.
„Ich heiße Hytaas“, sagte der Raukarii unaufgefordert und erhielt damit die ungeteilte Aufmerksamkeit von Neferrilion, der bereits seinen Mund zu einer Erwiderung geöffnet hatte, aber nicht dazu kam ihn von weiteren Unterhaltungsversuchen abzubringen. „Eigentlich wollte ich Euren Namen nur wissen“, fuhr Hytaas fort, „um mich bei Euch rechtzeitig zu verabschieden, bevor Ihr getötet werdet.“ Dabei deutete er mit dem Kinn in Richtung Schankraum.
Neferrilion drehte sich um und sah das nahende Unglück auch schon. Fünf grobschlächtige Männer in schmutzigen Hosen und Stiefeln kamen auf ihren Tisch zu. Das konnte nur eines bedeuten: Ärger! Ausgerechnet jetzt und heute. Er hatte das Gefühl Streit magisch anzuziehen, das war schon öfters der Fall gewesen und dabei wollte er doch nur in Ruhe seinen leeren Magen füllen. Lag es möglicherweise an seinem stolzen Auftreten, dass ihn die angetrunkene Jagdgesellschaft entdeckt hatte? Oder war es sein heiliges Symbol des Feuergottes in Form eines goldenen, gehörnten Drachens, welches er an einer goldenen Kette offen auf der Brust trug? Oder war es einfach nur, dass er ein besseres Erscheinungsbild darbot, als die meisten hier?
Egal was es war, die fünf ungehobelten Raubtierjäger blieben neben ihm stehen, bildeten einen Halbkreis und wedelten mit ihren Dolche mit getrocknetem Tierblut vor ihren Nasen herum.
„Mein Name ist Neferrilion“, verkündete er schließlich, ignorierte die Umherstehenden und meinte, „Hytaas ist ein sehr ungewöhnlicher Name.“ Er hatte einiges zu bieten, wenn die Männer Ärger suchten. Aber einfach wollte er es ihnen nicht machen und tat deshalb so, als gäbe es sie gar nicht.
„Du kennst noch nicht meinen vollständigen …“, duzte Hytaas ihn ungefragt, wurde aber unterbrochen, als die Magd sich mit einem Tablett durch die Ärger suchenden Raukarii kämpfte und sie deren schäbigen Sprüche an sich abprallen ließ.
„Macht Platz und geht zurück, ich bring euch gleich neues Bier“, erklärte sie mit der Kaltschnäuzigkeit einer selbstbewussten Bedienung. Sie stellte einen dampfenden Teller Eintopf und einen gefüllten Weinbecher vor Neferrilion ab, legte ihm den Schlüssel zum Zimmer neben den mitgebrachten Holzlöffel und verschwand.
„Du willst hier wohl auf die Jagd gehen?“, erklang plötzlich eine lallende Stimme an Neferrilions Ohr. Doch er seufzte lediglich, steckte den Schlüssel ein und nahm den Löffel in die Hand. Seelenruhig probierte er das köstlich duftende Essen. Es schmeckte gut und gerade als er den Löffel zum zweiten Mal an den Mund führte, wurde er ihm aus der Hand geschlagen.
Wütend schluckte er, beinahe wäre der heiße Eintopf auf seiner Hand gelandet, aber er versuchte weiterhin die ungebetenen Gäste zu ignorieren. Aber nicht lange, da sprach der betrunkene Jäger abermals. „Das ist unser Gebiet, hier jagen nur wir!“
„Seht Ihr nicht, Ihr stört!“, erklärte nun Hytaas herausfordernd und funkelte die Männer grinsend an. „Hier wollen sich zwei ehrenwerte Männer unterhalten und dabei versperrt Ihr mir die Sicht.“
„Die Sicht auf was?“, fragte eine zweite angeheiterte Stimme und derjenige rülpste abschließend laut.
„Sicherlich nicht den Anblick deiner hässlichen Fratze“, lachte Hytaas und Neferrilion konnte bereits den Angriff erahnen, bevor er ihn kommen sah.
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Montag, 21. März 2011

Leipziger Buchmesse 2011

Mein erster Besuch auf der Leipziger Buchmesse am 20. März 2011 und meine Lesung aus „Pech und Schwefel“

Ich war sehr positiv überrascht, schon als ich das gut ausgeschilderte Messegelände von der Autobahn aus sah, denn bisher war ich immer nur auf der Frankfurter Buchmesse. Nur kurze Zeit später stand ich an der Kasse und war so aufgeregt, wie schon lange nicht mehr. Heute hatte ich meine erste Lesung auf einer Buchmesse und dann nicht auf irgendeiner, sondern auf der Leipziger Buchmesse. Eine weitere Überraschung gab es an der Kasse, denn als Mitwirkende des Programms gab es meine Eintrittskarte ermäßigt.

Nachdem mich der Scanner am Eingang eingelassen hatte … obwohl ich gerne mit dieser modernen Technik auf Kriegsfuß stehe, denn sie spinnen eigentlich ständig rum, wenn ich komme … betrat ich offiziell die Messe. Durch die sehr gut ausgeschilderten Gänge, die dazu sehr modern mit Glasfronten gestaltet sind, führte mich mein erster Weg in Halle 2. Vorbei an Menschenmassen und der hellen Glashalle, erreichte ich Halle 2 und war ein weiteres Mal positiv überrascht. Obwohl die Messe von Leipzig kleiner ist, hat es mir bereits auf dem ersten Blick besser gefallen als in Frankfurt. Es ist einfach familiärer und übersichtlicher gestaltet. Es lässt sich schwer in Worte fassen, man muss es erleben. Ich formuliere es einfach so, die Atmosphäre in Leipzig ist schöner und angenehmer.




Glashalle auf der Leipziger Buchmesse










Außenbereich mit Glasüberdachtem Durchgang von Halle zu Halle












Außenbereich mit künstlich angelegtem kleinen See, um die Seele baumeln zu lassen








Ich hatte also den Ort des heutigen Geschehens erreicht und zum ersten Mal spürte ich meinen Pulsschlag deutlich steigen. Hier würde ich heute zum ersten Mal vor einem großen Publikum aus meinem Buch lesen. Ein Erlebnis, wovon ich schon Jahre geträumt hatte und es wurde endlich Wirklichkeit. Daher entschied ich mich zuerst eine Runde, vorbei an den zahlreichen Ausstellern zu wagen. Einen meiner Lieblinsverlage habe ich dabei auch gefunden … Feder & Schwert.
Und dann kam ich dort an, worauf ich mich schon die ganze Zeit freute. Zu meinem Verlag (Noel-Verlag) und zu dem Stand des MCK-Verlags und der wunderbaren Autorin Carola Kickers, die einige von euch vielleicht auch unter ihrem Pseudonym Carol Grayson und ihren Vampirromane von dem „Vampir Jason Dawn“ oder „Im Bann der Lilie“ kennen.
Das Kennenlernen von der Verlagschefin des Noel-Verlages Frau Link war sehr herzlich und wir haben uns auch sehr nett unterhalten. Durch meine wachsende Nervosität war ich vielleicht ein wenig hibbelig und etwas durcheinander. Es kommt ja nicht alle Tage vor, dass man die Chance bekommt, auf einer Buchmesse aus dem eigenen Werk vorzulesen.

Nachdem ich am Stand des MCK-Verlags (der unmittelbar neben des des Noel-Verlages war) noch den Autor Ullrich Freier zu Axberg kennen lernen durfte, der dort seinen dritten Band „Der Verheißende“ aus seiner Fantasysaga „Die vierte Gabe“ vorstellte, ging es gleich weiter.
Natürlich war ich neugierig wo ich lese sollte und der Ort des Geschehens war schnell gefunden. Lesetreff nannte er sich. Was mir dort sehr gut gefallen hat, war, dass die Lesungen nicht mitten im Trubel der Besucher stattfinden, sondern sie ein wenig abgegrenzt werden. Aber zur Lesung komme ich später zurück.
Mein Rundgang führte mich weiter vorbei an den Ausstellern des Cosplays und den vielen Cosplayern, dessen Kostüme ich immer bewundere. Manche geben sich sehr viel Mühe und ich frage mich oft, wie viel Geld sie investieren müssen. Aber es ist immer wieder ein tolles Erlebnis.

Schließlich brauchte ich ganz dringend frische Luft, denn inzwischen war mein Pulsschlag weiter gestiegen. Das Außengelände ist wunderbar angelegt, mit einem kleinen See, vielen Sitzmöglichkeiten und weil die Sonne schien konnte man wunderbar draußen sitzen und die Seele baumeln lassen.
Zwischendrin habe ich mich mit Sandra Vogel vom Piepmatz Verlag in der großen Glashalle getroffen und wir haben uns sehr gut unterhalten. Ich kannte sie ja schon über Twitter und Facebook und zwei meiner Kurzgeschichten („Feuer der Freiheit“ LeseBlüten Prosa 2010 und „Verschlungene Pfade“ LeseBlüten Fantasy 2011) sind und werden in den von ihr veröffentlichen Anthologien erscheinen und ist erschienen. Wir haben uns über alles Mögliche unterhalten und festgestellt, dass wir beide einige gemeinsame Leute kennen. Manchmal sind solche Gespräche wirklich sehr interessant. Die Welt ist oft kleiner als mein denkt.
Lange Rede, kurzer Sinn … nachdem wir uns für meine Lesung verabredeten hatten (die um 14:30 Uhr beginnen sollte), musste ich dringend noch einmal an die frische Luft. Dann war es soweit, mit zittrigen Händen kam ich zurück in Halle 2, zum Lesetreff und zum Ort des Geschehens.


Meine Lesung aus meinem Fantasyroman "Pech und Schwefel"

Wie sollte es anders sein, hatten meine beiden Vorgängerinnen überzogen. Dass ich etwas säuerlich deswegen war, muss ich wohl keinem erzählen. Somit begann meine Lesung mit 10 Minuten Verspätung. Die nette Dame, die die Lesungen leitet versicherte mir jedoch, ich dürfte die 10 Minuten hinten anhängen, weil die Theatergruppe, die nach mir an der Reihe war, sich verspäten würde. Leider war dem anschließend nicht so, aber 25 Minuten gehörten mir ganz alleine.
Mein Puls hatte in dem Moment, als ich mich an den Tisch und vor das Mikrophon setzte wahrscheinlich die 300 längst überschritten, ich habe am ganzen Körper vor Aufregung gezittert. Ob man es gesehen hat? Ich weiß es nicht. Aber es hat mich sehr gefreut, denn Sandra Vogel und Christina Mettge (eine meiner Mitautoren in den Anthologien des Piepmatz Verlages) saßen da und auch drei liebe Leserinnen von dem Portal Fanfiction.de (wo ich einige meiner früheren und auch aktuellen Fanfictions poste, die ich neben meinen Romanen immer noch gerne schreibe) direkt vor mir. Das hat mir eine Menge Mut gegeben.
Was mich im ersten Moment am meisten freute waren die Zuhörer, denn es gab ja auch noch fremde Zuhörer. Es ist ein unbeschreibliches Gefühl vor zu sitzen und vor einem sitzen Menschen, die dir zuhören möchten und das aus eigenem Interesse. Mein Vater, der mich auf dem Langen Weg von Worms nach Leipzig begleitet hat, war als Fotograf dabei.

Dann fing ich an. Zuerst etwas erschrocken, weil man plötzlich selbst die eigene Stimme aus den Lautsprechern hört, aber nur ein wenig. Die Akustik war so gut, dass man darauf nach einer Minute nicht mehr achtet. Allerdings kam meine ungeheure Aufregung dazu und die hat mich an manchen Stellen komplett aus dem Konzept gebracht. Das ist menschlich.
Zuerst kam die Vorstellung meiner Person und dann habe ich ein wenig über mein Volk der Raukarii und über meine Fantasywelt Zanthera erzählt. Schließlich den groben Anfang meines Buches, bevor ich dann aus meine Buch las. Ich persönlich mag es nicht, wenn man sich hinsetzt, stur und völlig aus dem Zusammenhang vorliest und der Zuhörer im Prinzip kaum etwas versteht.

Nach 25 Minuten war die Lesung vorbei und ich unendlich erleichtert. Der Applaus tat unheimlich gut und anschließend durfte ich 3 Autogramme geben. So etwas ist ein wirklich schönes und fremdes Gefühl, denn das tut man ja auch nicht alle Tage, außer man unterschreibt vielleicht eine Banküberweisung *lach*. Schließlich habe ich mich von Sandra und Christina verabschiedet und von den drei lieben Leserinnen von Fanfiction.de.


Bevor die Heimreise anstand, denn von Leipzig bis zu mir nach Hause sind es über 500 km, gab es noch einmal einen Abstecher zum MCK-Verlag, wo ich den sehr netten Autor Dieter Stiewi kennen lernte, der mir ein signiertes Rezensionsexemplar seiner Kurzgeschichten-Sammlung „Am Rande der Wirklichkeit“ schenkte. Ich freue mich schon sie lesen zu dürfen. Als kleines Extra bekam ich als Rezensionsexemplar den neusten Roman aus der Feder von Carola Kickers „Die Blut-Loge“ – Ein erotischer Vampr-Krimi mit auf den Weg, zusätzlich noch das Buch „Sterblich … Engel über die Schultern geschaut“.
Meine Meinungen zu den Büchern folgen demnächst.



Insgesamt war es ein sehr schöner und erlebnisreicher Tag auf der Leipziger Buchmesse. Ich habe nette Menschen kennen gelernt, durfte mich mit ihnen unterhalten und habe meine Bewährungsprobe überstanden. Jetzt bin ich bereit es wieder zu tun. Vielleicht kommt die Gelegenheit ja schon bald wieder, worauf ich mich sehr freue.
Außerdem hoffe ich, dass ich euch allen bald noch weitere Romane aus meiner Feder vorstellen darf. Schreiben tu ich täglich und zwei Werke sind auch schon fertig. Ihr dürft also gespannt sein!

Eure Annette Eickert

Freitag, 28. Januar 2011

Leseprobe: Fantasykurzgeschichte "Verschlungene Pfade"




Ich möchte euch gerne eine kleine Leseprobe aus meiner Fantasykurzgeschichte "Verschlungene Pfade" vorstellen.


Die Geschichte wird in der Anthologie "LeseBlüten Fantasy 2011" im piepmatz Verlag erscheinen.

Noch sind 3 Plätze frei!
Einsendeschluss ist der 31.01.2011






Leseprobe aus "Verschlungene Pfade"


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Kurz vor Sonnenuntergang bog Neferrilion um eine schmale Felsnase und dahinter bot sich ihm ein zufriedener Anblick. Er hatte die nächste Siedlung erreicht. Mit einem erleichterten Seufzer schaute er gen Horizont, wo allmählich die orangerote Sonne im Westen versank und tauchte den kleinen Abschnitt Leven’raukas in eine malerische Abenddämmerung.
Mit der Aussicht auf ein warmes Essen und eine geruhsame Nacht schritt er schneller voran und kam kurz darauf an einem verwitterten Straßenschild vorbei. In verblassten Lettern las er den Dorfnamen, wobei das A und das I von Alastir kaum noch zu erkennen waren. Fast jedes Haus wies schräge Dachgiebel, sowie löchrige Außenwände auf und doch besaß jedes einen kleinen, sorgfältig angelegten Garten. Blühende Blumen und wohlriechende Küchenkräuter verströmten ihren Duft und machten ihm den Mund auf eine köstliche Mahlzeit schmackhaft.
Wenige Meter später traf er auf eine alte Frau und auf seine Frage nach einem Gasthaus, deutete sie ans Ende der Straße und gab ihm eine Warnung mit auf den Weg. Dort würden Raubtierjäger ihr Jagdgeschick mit viel Alkohol feiern und er solle auf der Hut bleiben.
Neferrilion bedankte sich herzlich und betrat schließlich das Gasthaus „Zum einäugigen Drachen“. Sofort drang der Lärm der feuchtfröhlichen Gäste an sein Ohr. Viele brennende Kerzen auf Holztischen und Fackeln an den Wänden erhellten den Schankraum und hüllten ihn trotz ihres Scheines in ein dämmriges Licht. Alle Tische waren besetzt, während zwei Mägde mit vollen Tabletts und gefüllten Weinbechern hin und her huschten. Der Wirt hinter der Schanktheke kam kaum mit der Arbeit nach und schenkte unablässig Becher mit Wein oder selbstgebrautem Bier ein.
Als der Gastwirt den Neuankömmling bemerkte, winkte er ihn zu einem kleinen Tisch neben dem Kamin, der sich ganz hinten in der Stube befand. Diese Geste quittierte Neferrilion mit einem freundlichen Lächeln, schlängelte sich durch die Gästeschar, legte den Rucksack und seinen Wasserschlauch ab und nahm Platz. Doch kaum saß er, schluckte er merklich und in seine plötzliche Überraschung mischte sich der Hauch von Ärgernis.
„Du?“, fragte er ungeniert und starrte den Raukarii von heute Mittag direkt in die goldenen Augen.
Goldene Augen? Er selbst besaß eine goldene Augenfarbe, doch diese außergewöhnliche Eigenschaft rührte von seiner Unsterblichkeit her. War es nur Zufall oder hatte es vielleicht etwas zu bedeuten? Aber er kam nicht dazu weiter darüber nachzudenken, schon wurde er abgelenkt.
„Was heißt hier Du?“, fragte der Raukarii und lächelte schelmisch. „Das Essen schmeckt gut, nur die Gesellschaft lässt zu wünschen übrig.“
„Es gibt leckeren Eintopf und dazu ein kühles Glas Wein“, erklang eine weibliche Stimme von der Seite und Neferrilion erkannte eine vollbusige Magd. Erneut war er abgelenkt worden.
„Habt Ihr auch ein Bett für mich?“
„Zwei Topas für Essen und Zimmer“, erwiderte sie und lächelte.
Neferrilion überlegte sorgfältig bevor er antwortete. Zwei Halbedelsteine waren ein teuerer Preis für diese Gegend, aber schon morgen wartete ein weiteres Stück Weg auf ihn und unter freiem Himmel wollte er nicht übernachten, daher nickte er zustimmend. Aus seiner verborgenen Lederbörse, die er unter der Lederrüstung trug, holte er die geforderte Bezahlung hervor. Denn Edelsteine waren das gängige Zahlungsmittel in Leven’rauka.
„Zimmer Dreizehn ist noch frei, ich bringe Ihnen den Schlüssel mit Ihrer Bestellung“, erklärte die Magd und fuhr schließlich nach einem anzüglichen Grinsen zu Neferrilions Tischnachbar fort, während sie die .Zahlung in die Schürze steckte. „Wünscht Ihr Rotwein oder Weißwein zum Essen?“
Er entschied sich für Weißwein und beobachtete in den Augenwinkeln, wie die junge Frau verschwand und der Raukarii ihr mit eindeutigem Blick nachstellte, um sich gleich wieder an Neferrilion zu wenden, der ihm gegenüber saß und im Rücken konnte er nur erahnten, was im vollen Schrankraum geschah.
„Was führt Euch in eine so trostlose Gegend, wo sich Hase und Fuchs Gute Nacht sagen?“, kam die überraschende Frage.
„Das könnte ich ebenfalls fragen“, antwortete Neferrilion und wunderte sich, wie der Mann vor ihm hier hatte ankommen können, wo ihm auf dem Weg zu diesem Dorf niemand begegnet war, außer man zählte Kaninchen und Vögel nicht mit dazu. „Doch verzeiht, mir gelüstet es zurzeit nach keinem Gespräch, ich will nur etwas essen und dann schlafen gehen.“
„Schade, dabei hätte ich gerne Euren Namen gewusst“, seufzte der eigenartige Raukarii und unterstrich seine Worte mit einem amüsierten Schmunzeln.
„Meine Name ist nicht wichtig“, meinte Neferrilion brüsk und wollte einfach nur seine Ruhe.
„Ich heiße Hytaas“, sagte der Raukarii unaufgefordert und erhielt damit die ungeteilte Aufmerksamkeit von Neferrilion, der bereits seinen Mund zu einer Erwiderung geöffnet hatte, aber nicht dazu kam ihn von weiteren Unterhaltungsversuchen abzubringen. „Eigentlich wollte ich Euren Namen nur wissen“, fuhr Hytaas fort, „um mich bei Euch rechtzeitig zu verabschieden, bevor Ihr getötet werdet.“ Dabei deutete er mit dem Kinn in Richtung Schankraum.
Neferrilion drehte sich um und sah das nahende Unglück auch schon. Fünf grobschlächtige Männer in schmutzigen Hosen und Stiefeln kamen auf ihren Tisch zu. Das konnte nur eines bedeuten: Ärger! Ausgerechnet jetzt und heute. Er hatte das Gefühl Streit magisch anzuziehen, das war schon öfters der Fall gewesen und dabei wollte er doch nur in Ruhe seinen leeren Magen füllen. Lag es möglicherweise an seinem stolzen Auftreten, dass ihn die angetrunkene Jagdgesellschaft entdeckt hatte? Oder war es sein heiliges Symbol des Feuergottes in Form eines goldenen, gehörnten Drachens, welches er an einer goldenen Kette offen auf der Brust trug? Oder war es einfach nur, dass er ein besseres Erscheinungsbild darbot, als die meisten hier?
Egal was es war, die fünf ungehobelten Raubtierjäger blieben neben ihm stehen, bildeten einen Halbkreis und wedelten mit ihren Dolche mit getrocknetem Tierblut vor ihren Nasen herum.
„Mein Name ist Neferrilion“, verkündete er schließlich, ignorierte die Umherstehenden und meinte, „Hytaas ist ein sehr ungewöhnlicher Name.“ Er hatte einiges zu bieten, wenn die Männer Ärger suchten. Aber einfach wollte er es ihnen nicht machen und tat deshalb so, als gäbe es sie gar nicht.
„Du kennst noch nicht meinen vollständigen …“, duzte Hytaas ihn ungefragt, wurde aber unterbrochen, als die Magd sich mit einem Tablett durch die Ärger suchenden Raukarii kämpfte und sie deren schäbigen Sprüche an sich abprallen ließ.
„Macht Platz und geht zurück, ich bring euch gleich neues Bier“, erklärte sie mit der Kaltschnäuzigkeit einer selbstbewussten Bedienung. Sie stellte einen dampfenden Teller Eintopf und einen gefüllten Weinbecher vor Neferrilion ab, legte ihm den Schlüssel zum Zimmer neben den mitgebrachten Holzlöffel und verschwand.
„Du willst hier wohl auf die Jagd gehen?“, erklang plötzlich eine lallende Stimme an Neferrilions Ohr. Doch er seufzte lediglich, steckte den Schlüssel ein und nahm den Löffel in die Hand. Seelenruhig probierte er das köstlich duftende Essen. Es schmeckte gut und gerade als er den Löffel zum zweiten Mal an den Mund führte, wurde er ihm aus der Hand geschlagen.
Wütend schluckte er, beinahe wäre der heiße Eintopf auf seiner Hand gelandet, aber er versuchte weiterhin die ungebetenen Gäste zu ignorieren. Aber nicht lange, da sprach der betrunkene Jäger abermals. „Das ist unser Gebiet, hier jagen nur wir!“
„Seht Ihr nicht, Ihr stört!“, erklärte nun Hytaas herausfordernd und funkelte die Männer grinsend an. „Hier wollen sich zwei ehrenwerte Männer unterhalten und dabei versperrt Ihr mir die Sicht.“
„Die Sicht auf was?“, fragte eine zweite angeheiterte Stimme und derjenige rülpste abschließend laut.
„Sicherlich nicht den Anblick deiner hässlichen Fratze“, lachte Hytaas und Neferrilion konnte bereits den Angriff erahnen, bevor er ihn kommen sah.

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Montag, 13. Dezember 2010

Leseprobe aus "Feuer der Freiheit" von Annette Eickert


Heute ist das Buch "LeseBlüten Prosa 2010" offiziell erschienen!

Diese Anthologie ist eine Sammlung von 58 Kurzgeschichten von insgesamt 41 Autoren aus Deutschland.

Die Genres sind so verschieden wie die Autoren, von Liebesgeschichten, Krimis, bishin zu Fantasy, Humorvolles oder Nachdenkliches.

Auch meine Fantasy-Kurzgeschichte "Feuer der Freiheit" findet ihr darin und ich möchte euch eine kleine Kostprobe nicht vorenthalten.


ISBN-Nr. 3942786001
255 Seiten (Taschenbuch)
erschienen im Piepmatz Verlag
erhältlich bei Amazon


Leseprobe aus "Feuer der Freiheit" von Annette Eickert


Es war ein Sommertag wie jeder andere seit zwanzig Jahren, das glaubte zumindest der Elf Jago. Er lief mitten durch den schattigen Wald und überall wo er hinsah, spähten die warmen Sonnenstrahlen durch das Geäst der hohen Baumkronen der zahlreichen Laubbäume. Vögel zwitscherten ihr Lied, Hasen und Rehe huschten durch das Dickicht, Insekten schwirrten durch die Luft und in der Ferne röhrte ein Hirsch. Dazwischen summten Bienen, welche die vereinzelt wachsenden Wildblumen auf dem moosbedeckten Boden bestäubten. Eigentlich war es ein viel zu schöner Tag um zu tun, was er heute beabsichtigte. Sollte er sich womöglich irren?
Am liebsten würde er jetzt auf der Lichtung in der Nähe der Magierschule im Gras liegen und sich von der Sonne an der Nase kitzeln lassen, während er mit geschlossenen Augen seinen eigenen Tagträumen nachhing. Aber leider hatte er eine Wette verloren und nun war die Zeit gekommen sie einzulösen. Doch Jago nannte es eher eine Willensprobe und er versuchte sich seine steigende Nervosität nicht anmerken zu lassen. Immerhin hatte er vor wenigen Stunden geprahlt er hätte vor nichts und niemandem Angst..
„Was bin ich nur für ein Idiot!“, schimpfte Jago sich selbst und kniff dabei seine smaragdfarbenen Augen zusammen, als er neben dem Stamm einer alten Eiche stehen blieb. Mit wachsamem Blick versuchte er sich in dem weniger bekannten Waldabschnitt zu orientieren. Er sollte zur alten Höhle kommen, hatte die Anweisung gelautet, doch er war noch niemals zuvor dort gewesen.
Jago war ein hoch gewachsener, attraktiver Waldelf mit dunklen langen Haaren. Sie reichten ihm bis zu den Schultern, wo er sich gerne mit einem Lederband im Nacken zusammenband. Er trug wie immer seine olivgrüne Magierrobe mit dem silbernen Gürtel, welcher ihn als Lehrling im fünften Jahr seiner Lehre auswies. Nur noch zwei Jahre und er würde die Prüfung zu einem ausgebildeten Magier vor der gesamten Schule ablegen und in die Ränge seiner Ahnen aufsteigen.
Aber im Moment spielte das alles keine Rolle. Er war umgeben von wild gewachsenen Holunderbüschen, durch die sich allerdings eine künstliche Schneise zog. Einen Augenblick später erkannte er, dass seine Freunde sich hierdurch einen Weg geschlagen hatten, er musste ihnen nur folgen.
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Dienstag, 30. November 2010

Fantasy-Anthologie 2011


Meine Ursprungsidee von einer "Fantasy-Anthologie der etwas anderen Art" hat nun endlich Form angenommen.

Der Piepmatz-Verlag hat nicht nur das Cover fertig, sondern ab sofort können alle interessierte Autoren sich auch direkt an den Verlag wenden.

Alle notwendigen Informationen findet ihr auf der Verlagseite.
Bisher haben mir schon 7 Autoren fest zugesagt und wir die Autoren würden uns natürlich über Zuwachs bei der "LeseBlüten Fantasy-Anthologie 2011" freuen.


Mittwoch, 10. November 2010

LeseBlüten Prosa 2010

Der Piepmatz-Verlag veröffentlich bald sein erstes Buch!


"LeseBlüten Prosa 2010" ist eine Anthologie

Die Anthologie ist eine Kurzgeschichtensammlung mehrer Autoren mit unterschiedlichen Genre, wie z.B. Liebesgeschichten, Krimis, Fantasy, Nachdenkliches oder Humorvolles.

Auch meine Kurzgeschichte "Feuer der Feuerheit" ist darin zu finden und ich freue mich riesig, bei dem ersten Buch des Verlages dabei sein zu dürfen.

Das Buch könnt ihr ab sofort beim Verlag vorbestellen!

Freitag, 22. Oktober 2010

Deine Kurzgeschichte: Ausschreibung Prosa vom Piepmatz Verlag

Bist du selbst Autor/in und hast eine Kurzgeschichte?

Ich kann euch den Piepmatz Verlag empfehlen! Dort findet ihr derzeit die Ausschreibung "LeseBlüten" im Bereich Prosa und Lyrik.

Noch sind Plätze frei!


Vielleicht habt ihr ja auch Lust mitzumachen, ich bin mit dabei. Alle notwendigen Informationen findet ihr auf der Website des Verlages.
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