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Samstag, 3. November 2012

Rezension: "Shy Black - Detektiv mit allen Sinnen" von Carol Grayson



"Shy Black - Detektiv mit allen Sinnen" von Carol Grayson

Gay-Crime-Story

ASIN-Nr. B0085YIBIQ
2201 KB (ca. 101 Seiten)
erschienen bei Fantasy Welt Zone
erhätlich als Taschenbuch und eBook






Klappentext:
Ein blutiges Laken in einem Hotel in L.A. und die entführte Gattin des wohlhabenden Bankiers Elias Lakehurst ziehen den schwulen Privatdetektiv Shy Black, einen gescheiterten Schauspieler, in einen turbulenten Fall hinein. Bei seinen Ermittlungen trifft er auf Irvine Holbrook, den britischen Privatsekretär von Lakehurst, der scheinbar mit dem Verschwinden seiner Frau zu tun hat. Die ungleichen Männer kommen sich langsam näher, während sie die Suche nach der Lösung dieses Falls nach Las Vegas führt, wo sie gemeinsam dem Mafiapaten der Spielerstadt das Handwerk legen müssen.


Meine Meinung:
Ich bin im wahrsten Sinn des Wortes begeistert. Shy Black hat mich von Anfang bis Ende gefesselt und nicht nur weil er gut aussieht ;-) Shy besitzt genau das, was man von einem Gentleman mit Herz und Verstand erwartet … Witz, Humor, Stil, Sarkasmus und vor allem ein sehr kluges Köpfchen.
Ich musste oft Schmunzeln, wenn Shy auf andere Männer trifft … ganz besonders auf schwule Männer. Seine Gedanken sind einfach köstlich.
Und vor allem war ich ganz von seinen Aufklärungsmethoden begeistert, die ein wenig unkonventionell sind. Aber damit hat er Erfolg und den schwierigen Fall konnte er mit Hilfe seines neuen Assistenten Irvine mit Bravour lösen.
Es gibt diesmal nur einen Kritikpunkt. Und zwar handelt es sich um die Beziehung zwischen Shy und Irvine. Ich möchte nicht näher darauf eingehen, denn das sollen andere Leser selbst herausfinden, was zwischen den beiden passiert, doch für meinen Geschmack ging es zu schnell. Sogar viel zu schnell und das hat mich dann auch gegen Ende gestört.
Aber alles in allem kann ich diese Crime-Story weiterempfehlen.





4 von 5 Punkten
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Sonntag, 28. Oktober 2012

Rezension: "Der Zauber des Faun" von Carol Grayson



Der Zauber des Faun von Carol Grayson

Gay-Romance-Fantasy
ASIN-Nr. B008O8WJHM
eBook
67 Seiten (171 KB)
erschienen als kindle edition





Klappentext:
Nicolas de Vervier, ehemals Hauptmann am Hofe des französischen Königs, zieht nach dem Tod seines geliebten Jarin ruhelos durch die Lande, bis er in einem rumänischen Bergdorf Station macht. Dort trifft er auf den Zigeunerjungen Angelo, der ihn von seinen düsteren Gedanken ablenkt, und das geldgierige Fürstenhaus Codrea, das die riesigen Wälder seiner Ländereien Stück für Stück zu Gold macht. Doch Burg Codrea birgt noch ein Geheimnis, einen ganz besonderen Gefangenen, den Waldgott Aurel. Und dieser hat Nicolas ausersehen, ihn zu befreien. Der Zauber des Faun verändert in diesem Sommer nicht nur das Leben des französischen Hauptmanns, der sich beim Fürsten als Jäger verdingt. 


Meine Rezension:
Der französische Hauptmann Niclas gelangt in die Rumänische Wildnis und trifft dort auf ein Geheimnis, dass ihn erschüttert. Aber nicht nur das. Auch sein Glück findet er in dem jungen Zigeuner Angelo. Gemeinsam machen sie sich auf die Suche nach der verschwundenen Tochter des Fürsten, aber was sie erwartet, ist mehr als sie begreifen können.
Eine wunderschöne, romantische und empfehlenswerte Kurzgeschichte. Sehr mystisch geschrieben. Ganz besonders gefallen hat mir die anfänglich zarte Bande zwischen Niclas und Angelo, und wie ihre Liebe zueinander wächst.
Der Titel „Der Zauber des Faun“ ist Programm und gegen Ende erhöht die Autorin die Spannung noch einmal, als plötzlich etwas Unvorhergesehenes passiert, was ich aber nicht verraten möchte ;-)
Wie auch schon bei ihren vorangegangenen Geschichten, kann ich auch diese weiterempfehlen.


5 von 5 Punkten
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Freitag, 27. Juli 2012

Rezension: "Schlangenaugen" von Carol Grayson


Ich bedanke mich bei Carol Grayson für das eBook und die tolle Geschichte bedanken!


Schlangenaugen von Carol Grayson

Genre: Gay-Western-Romance

ASIN-Nr. B008GNDT1U
156 KB (ca. 62 Printseiten)
erhältlich als kindle edition beim Amazon.de







Klappentext:
In Louisiana führt das Schicksal die beiden Ausgestoßenen André LeClerq, einen notorischen Spieler, und Joseph St. Cloud, einen blinden Passagier, auf einem Mississippidampfer zusammen. Es herrscht Bürgerkrieg zwischen den Nord- und den Südstaaten. Die beiden müssen auf ihrer gemeinsamen Reise so einige Abenteuer bestehen und werden schnell Freunde. Als sie sich endlich eingestehen, dass sie mehr als Freundschaft verbindet, ist der Krieg fast zu Ende. Doch mittlerweile teilen sie mehr als ein Geheimnis miteinander. Werden sie zwischen Rassenhass und Leidenschaft einen gemeinsamen Weg für sich finden?


Meine Rezension:


Ich gebe es zu, mit „Schlangenaugen“ habe ich meinen allerersten Western überhaupt gelesen, genauer gesagt ist das Buch im Genre Gay-Western-Romace angesiedelt.
Die Geschichte um den jungen Joseph St. Cloud und André LeClerq spielt in der Zeit des Bürgerkrieges zwischen Nord und Süd in den Vereinigten Staaten.
Die reichen Plantagenbesitzer im Süden – besser gesagt in Louisiana, wo die Geschichte spielt – haben ihren Reichtum auf den Rücken der schwarzen Sklaven aufgebaut, so auch der Plantagenbesitzer Ibrahim McMillan. Aber er ist nicht nur reich, sondern auch äußerst brutal und so wird Joseph aus einer Vergewaltigung einer jungen Sklavin geboren. Doch er ist von Anfang anders, und nicht nur, weil er der uneheliche Sohn des Plantagenbesitzers ist. Für einen Mischling hat er sehr helle Haut und weil ihm zum einen das Brandzeichen von McMillan fehlt und er auch noch nie Peitschenhiebe bekam oder in Ketten gelegt worden war, könnte man meinen, er wäre ein Weißer.
Aber ist es ein Segen oder doch eher ein Fluch?
Während Joseph auf der Plantage aufwächst, wächst ein junger Mann namens André LeClerq im nahe gelegenen Ort Batton Rouge auf. Von Natur aus ein hübscher, attraktiver Busche, der die meiste Zeit sein Geld in Saloons verdient und so seine Liebe zum Glücksspiel entdeckt. Doch eines Tages hat in sein Glück im Würfelspiel verlassen. Er würfelt „Schlangenaugen“ … das bedeutet zwei Einser und hat damit das Spiel verloren. Dass dabei auch noch sein Betrug mit aufgedeckt wird, lässt den Sheriff handeln. Er muss sofort die Stadt Batton Rouge verlassen und darf nicht mehr zurückkommen, ansonsten würde er verhaftet werden. Der Sheriff steckt André auf einen Mississippidampfer und dieser fährt mit ihm Norden.
Noch am ersten Tag wird ein blinder Passagier entdeckt und der ist niemand anderer als Joseph St. Cloud. Doch seine helle Haut rettet ihm das Leben und so muss er für seine Überfahrt in den Norden lediglich arbeiten. Währenddessen lernt er André kennen und sie beide fühlen sich auf seltsame Art und Weise zueinander hingezogen.

Mehr möchte ich aber nicht von der Geschichte erzählen, denn ab da wird es wirklich sehr spannend. Joseph und André haben noch so einige Abenteuer und Gefahren zu überstehen, die während eines Krieges jedem das Leben kosten könnte.
Leider war auch diese Geschichte wieder viel zu kurz, was sich aber dieses Mal wirklich bemerkbar macht. Ich hätte sehr gerne mehr von den Gefühlen zwischen Joseph und André gelesen, mehr mit ihnen gelitten, mich gefreut und mitgefiebert.
Nichtsdestotrotz ist „Schlangenaugen“ eine tolle Novelle, die ein historisches Thema als Hintergrund hat, welches bei mir immer einem merkwürdigen Beigeschmack hinterlässt. Aber ich finde, der Autorin ist es sehr gut gelungen die Atmosphäre des amerikanischen Bürgerkriegs einzufangen und die Liebesgeschichte der beiden Hauptprotagonisten mit einzuweben.
Die Geschichte bietet Spannung vom Anfang bis zum Ende.
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Freitag, 22. Juni 2012

Rezension zu "Ballroom" von Carol Grayson

Ballroom von Carol Grayson

ISBN-Nr. 978-3942539845
104 Seiten
Genre: Gay-Romance-Historical
erschienen im FWZ Verlag

erhältlich als Taschenbuch und als kindle edition









Klappentext:
Berlin zu Anfang des zweiten Weltkrieges. Liebe auf den ersten Blick. Ein deutscher Offizier der Luftwaffe und ein französischer Gigolo treffen sich in einem Tanzlokal in der Hauptstadt Berlin. Aber alles spricht gegen die Beziehung von Claude Duval und Ullrich von Eisenau. Die Zeit, das Regime und der Krieg. Tod und Intrigen bedrohen nicht nur ihre Liebe, sondern auch Claudes Freunde und Kollegen. Ullrich ist vielleicht der einzige Weg in die Freiheit, aber würde er für sie ein solches Wagnis auf sich nehmen?



Meine Meinung:


So gerne ich Novellen lese, so gerne verfluche ich sie, dann schon wieder was das Buch zu Ende, als es gerade am spannendsten war. Das spricht für die Qualität des Buches, welches mich von der ersten bis zu letzten Seiten gefesselt hat.
Die Autorin Carol Grayson versetzt den Leser in eine Zeitperiode, die vielen heute noch das Fürchten lehrt und genau das müssen die beiden Hauptcharaktere Claude Duval und Ullrich von Eisenau ebenfalls bewältigen.
Ganz zart fängt ihre Liebe an im Laufe der Geschichte zu erblühen und es hat richtig viel Spaß gemacht ihren zarten Liebesbekundungen zu folgen, bis sie ein Liebespaar werden. Die beiden stecken so voller Emotionen, doch ihre Lebensumstände lassen es nicht zu, dass sie diese auch wirklich ausleben dürfen.
Claude Duval steht unter ständiger Aufsicht der Gestapo, weil er aus Frankreich kommt und seinen Lebensunterhalt als Eintänzer im „Le Chalet“ verdient. Seine Kollegen sind wie seine Familie, bis an einem Abend plötzlich der Leutnant Ullrich von Eisenau im „Le Chalet“ auftaucht und seine Gefühle komplett durcheinander bringt.
Ullrich von Eisenau darf ebenso wenig wie Claude seine wahre geschlechtliche Sinnung öffentlich ausleben und so schafft er es unter einem Vorwand sich Claude zu nähern und ihm schließlich auch seine Liebe zu gestehen.
Wie heißt es so schön … die beiden haben sich gesucht und gefunden … aber sie leben in einer Zeit, wo ihre Liebe niemals geduldet werden würde und sie sie nur hinter verschlossenen Türen ausleben dürfen, immer auf die Gefahr hin, doch noch erwischt zu werden.
Welche Höhen und Tiefen und welche Gefahren ihre Liebe standhalten muss, das müsst ihr selbst lesen. Das wird nicht verraten, denn genau das macht die Geschichte von Ballroom aus.

Eine wunderschön geschriebene Novelle, die ich jedem Gay Romance Fan ans Herz legen möchte. Den Leser erwartet eine Berg- und Talfahrt der Gefühle, mit interessantem geschichtlichem Hintergrundwissen aus dem 2. Weltkrieg.







Ein Danke geht an Carol Grayson für die Bereitstellung des Rezensionsexemplars! 
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Montag, 21. März 2011

Leipziger Buchmesse 2011

Mein erster Besuch auf der Leipziger Buchmesse am 20. März 2011 und meine Lesung aus „Pech und Schwefel“

Ich war sehr positiv überrascht, schon als ich das gut ausgeschilderte Messegelände von der Autobahn aus sah, denn bisher war ich immer nur auf der Frankfurter Buchmesse. Nur kurze Zeit später stand ich an der Kasse und war so aufgeregt, wie schon lange nicht mehr. Heute hatte ich meine erste Lesung auf einer Buchmesse und dann nicht auf irgendeiner, sondern auf der Leipziger Buchmesse. Eine weitere Überraschung gab es an der Kasse, denn als Mitwirkende des Programms gab es meine Eintrittskarte ermäßigt.

Nachdem mich der Scanner am Eingang eingelassen hatte … obwohl ich gerne mit dieser modernen Technik auf Kriegsfuß stehe, denn sie spinnen eigentlich ständig rum, wenn ich komme … betrat ich offiziell die Messe. Durch die sehr gut ausgeschilderten Gänge, die dazu sehr modern mit Glasfronten gestaltet sind, führte mich mein erster Weg in Halle 2. Vorbei an Menschenmassen und der hellen Glashalle, erreichte ich Halle 2 und war ein weiteres Mal positiv überrascht. Obwohl die Messe von Leipzig kleiner ist, hat es mir bereits auf dem ersten Blick besser gefallen als in Frankfurt. Es ist einfach familiärer und übersichtlicher gestaltet. Es lässt sich schwer in Worte fassen, man muss es erleben. Ich formuliere es einfach so, die Atmosphäre in Leipzig ist schöner und angenehmer.




Glashalle auf der Leipziger Buchmesse










Außenbereich mit Glasüberdachtem Durchgang von Halle zu Halle












Außenbereich mit künstlich angelegtem kleinen See, um die Seele baumeln zu lassen








Ich hatte also den Ort des heutigen Geschehens erreicht und zum ersten Mal spürte ich meinen Pulsschlag deutlich steigen. Hier würde ich heute zum ersten Mal vor einem großen Publikum aus meinem Buch lesen. Ein Erlebnis, wovon ich schon Jahre geträumt hatte und es wurde endlich Wirklichkeit. Daher entschied ich mich zuerst eine Runde, vorbei an den zahlreichen Ausstellern zu wagen. Einen meiner Lieblinsverlage habe ich dabei auch gefunden … Feder & Schwert.
Und dann kam ich dort an, worauf ich mich schon die ganze Zeit freute. Zu meinem Verlag (Noel-Verlag) und zu dem Stand des MCK-Verlags und der wunderbaren Autorin Carola Kickers, die einige von euch vielleicht auch unter ihrem Pseudonym Carol Grayson und ihren Vampirromane von dem „Vampir Jason Dawn“ oder „Im Bann der Lilie“ kennen.
Das Kennenlernen von der Verlagschefin des Noel-Verlages Frau Link war sehr herzlich und wir haben uns auch sehr nett unterhalten. Durch meine wachsende Nervosität war ich vielleicht ein wenig hibbelig und etwas durcheinander. Es kommt ja nicht alle Tage vor, dass man die Chance bekommt, auf einer Buchmesse aus dem eigenen Werk vorzulesen.

Nachdem ich am Stand des MCK-Verlags (der unmittelbar neben des des Noel-Verlages war) noch den Autor Ullrich Freier zu Axberg kennen lernen durfte, der dort seinen dritten Band „Der Verheißende“ aus seiner Fantasysaga „Die vierte Gabe“ vorstellte, ging es gleich weiter.
Natürlich war ich neugierig wo ich lese sollte und der Ort des Geschehens war schnell gefunden. Lesetreff nannte er sich. Was mir dort sehr gut gefallen hat, war, dass die Lesungen nicht mitten im Trubel der Besucher stattfinden, sondern sie ein wenig abgegrenzt werden. Aber zur Lesung komme ich später zurück.
Mein Rundgang führte mich weiter vorbei an den Ausstellern des Cosplays und den vielen Cosplayern, dessen Kostüme ich immer bewundere. Manche geben sich sehr viel Mühe und ich frage mich oft, wie viel Geld sie investieren müssen. Aber es ist immer wieder ein tolles Erlebnis.

Schließlich brauchte ich ganz dringend frische Luft, denn inzwischen war mein Pulsschlag weiter gestiegen. Das Außengelände ist wunderbar angelegt, mit einem kleinen See, vielen Sitzmöglichkeiten und weil die Sonne schien konnte man wunderbar draußen sitzen und die Seele baumeln lassen.
Zwischendrin habe ich mich mit Sandra Vogel vom Piepmatz Verlag in der großen Glashalle getroffen und wir haben uns sehr gut unterhalten. Ich kannte sie ja schon über Twitter und Facebook und zwei meiner Kurzgeschichten („Feuer der Freiheit“ LeseBlüten Prosa 2010 und „Verschlungene Pfade“ LeseBlüten Fantasy 2011) sind und werden in den von ihr veröffentlichen Anthologien erscheinen und ist erschienen. Wir haben uns über alles Mögliche unterhalten und festgestellt, dass wir beide einige gemeinsame Leute kennen. Manchmal sind solche Gespräche wirklich sehr interessant. Die Welt ist oft kleiner als mein denkt.
Lange Rede, kurzer Sinn … nachdem wir uns für meine Lesung verabredeten hatten (die um 14:30 Uhr beginnen sollte), musste ich dringend noch einmal an die frische Luft. Dann war es soweit, mit zittrigen Händen kam ich zurück in Halle 2, zum Lesetreff und zum Ort des Geschehens.


Meine Lesung aus meinem Fantasyroman "Pech und Schwefel"

Wie sollte es anders sein, hatten meine beiden Vorgängerinnen überzogen. Dass ich etwas säuerlich deswegen war, muss ich wohl keinem erzählen. Somit begann meine Lesung mit 10 Minuten Verspätung. Die nette Dame, die die Lesungen leitet versicherte mir jedoch, ich dürfte die 10 Minuten hinten anhängen, weil die Theatergruppe, die nach mir an der Reihe war, sich verspäten würde. Leider war dem anschließend nicht so, aber 25 Minuten gehörten mir ganz alleine.
Mein Puls hatte in dem Moment, als ich mich an den Tisch und vor das Mikrophon setzte wahrscheinlich die 300 längst überschritten, ich habe am ganzen Körper vor Aufregung gezittert. Ob man es gesehen hat? Ich weiß es nicht. Aber es hat mich sehr gefreut, denn Sandra Vogel und Christina Mettge (eine meiner Mitautoren in den Anthologien des Piepmatz Verlages) saßen da und auch drei liebe Leserinnen von dem Portal Fanfiction.de (wo ich einige meiner früheren und auch aktuellen Fanfictions poste, die ich neben meinen Romanen immer noch gerne schreibe) direkt vor mir. Das hat mir eine Menge Mut gegeben.
Was mich im ersten Moment am meisten freute waren die Zuhörer, denn es gab ja auch noch fremde Zuhörer. Es ist ein unbeschreibliches Gefühl vor zu sitzen und vor einem sitzen Menschen, die dir zuhören möchten und das aus eigenem Interesse. Mein Vater, der mich auf dem Langen Weg von Worms nach Leipzig begleitet hat, war als Fotograf dabei.

Dann fing ich an. Zuerst etwas erschrocken, weil man plötzlich selbst die eigene Stimme aus den Lautsprechern hört, aber nur ein wenig. Die Akustik war so gut, dass man darauf nach einer Minute nicht mehr achtet. Allerdings kam meine ungeheure Aufregung dazu und die hat mich an manchen Stellen komplett aus dem Konzept gebracht. Das ist menschlich.
Zuerst kam die Vorstellung meiner Person und dann habe ich ein wenig über mein Volk der Raukarii und über meine Fantasywelt Zanthera erzählt. Schließlich den groben Anfang meines Buches, bevor ich dann aus meine Buch las. Ich persönlich mag es nicht, wenn man sich hinsetzt, stur und völlig aus dem Zusammenhang vorliest und der Zuhörer im Prinzip kaum etwas versteht.

Nach 25 Minuten war die Lesung vorbei und ich unendlich erleichtert. Der Applaus tat unheimlich gut und anschließend durfte ich 3 Autogramme geben. So etwas ist ein wirklich schönes und fremdes Gefühl, denn das tut man ja auch nicht alle Tage, außer man unterschreibt vielleicht eine Banküberweisung *lach*. Schließlich habe ich mich von Sandra und Christina verabschiedet und von den drei lieben Leserinnen von Fanfiction.de.


Bevor die Heimreise anstand, denn von Leipzig bis zu mir nach Hause sind es über 500 km, gab es noch einmal einen Abstecher zum MCK-Verlag, wo ich den sehr netten Autor Dieter Stiewi kennen lernte, der mir ein signiertes Rezensionsexemplar seiner Kurzgeschichten-Sammlung „Am Rande der Wirklichkeit“ schenkte. Ich freue mich schon sie lesen zu dürfen. Als kleines Extra bekam ich als Rezensionsexemplar den neusten Roman aus der Feder von Carola Kickers „Die Blut-Loge“ – Ein erotischer Vampr-Krimi mit auf den Weg, zusätzlich noch das Buch „Sterblich … Engel über die Schultern geschaut“.
Meine Meinungen zu den Büchern folgen demnächst.



Insgesamt war es ein sehr schöner und erlebnisreicher Tag auf der Leipziger Buchmesse. Ich habe nette Menschen kennen gelernt, durfte mich mit ihnen unterhalten und habe meine Bewährungsprobe überstanden. Jetzt bin ich bereit es wieder zu tun. Vielleicht kommt die Gelegenheit ja schon bald wieder, worauf ich mich sehr freue.
Außerdem hoffe ich, dass ich euch allen bald noch weitere Romane aus meiner Feder vorstellen darf. Schreiben tu ich täglich und zwei Werke sind auch schon fertig. Ihr dürft also gespannt sein!

Eure Annette Eickert

Samstag, 29. Januar 2011

Rezension zu "Im Bann der Lilie" von Carol Grayson

Der Marquis Julien de Montespan vergöttert den jungen Marcel Saint-Jacques, einen adeligen Bastard, nimmt ihn als ein Mündel in sein Schloss und lässt ihn vom König zum Chevalier ernennen. Marcel wird verfolgt vom Hass seiner älteren Halbschwester Elise, die ihn auf dem jährlichen Maskenball des Königs auf heimtückische Weise ermordet. Kurz vor seinem Tod rettet der Marquis sein Leben, indem er den jungen Mann zum Vampir wandelt und in die dunklen Geheimnisse seiner Zunft einweiht. Die seltsame Beziehung der Beiden zieht sich wie ein roter Faden durch die Zeit der Revolution und Wirren in Europa. Marcel erkämpft sich seinen Platz in den Adelskreisen und wird dort in Intrigen und Machtkämpfe verwickelt, die ihn zum "Erlöser" werden lassen. Ein Auftragskiller der ganz besonderen Art!



ISBN-Nr. 3940209724
105 Seiten
erhältlich bei Amazon.de


Handlung
Der junge Marcel Saint-Jacques wächst auf dem Gut seines adligen Vaters auf, doch seine Mutter ist eine Bedienstete. Diese Tatsache schürt den Hass von Marcels Halbschwester Elise, die ihn in allen Lebenslagen denunziert und verärgert. Doch Marcels unschuldiger Charakter hilft ihm all das zu überstehen, bis plötzlich sein Vater bei einem Unfall tot vom Pferd stürzt. Das nimmt Elise als Anlass ihren verhassten Bruder prompt von Haus und Hof zu verjagen, der traurig von dannen zieht, denn seine geliebte Mutter lässt er zurück.
Nur wenig später trifft er in einem Gasthaus auf den seltsamen Marquis Julien de Montespan, der eine große Anziehungskraft auf Marcel ausübt und umgekehrt nicht weniger. Der Marquis nimmt Marcel bei sich auf, adoptiert ihn und lässt ihn zum Chevalier ernennen. Mit diesen Voraussetzungen wird er sehr schnell in den Adelskreise aufgenommen, doch seine eigene Vergangenheit lässt ihn nicht los, besonders nicht der Tod seines geliebten Vaters. Er ist fest davon überzeugt, dass Elise ihren Vater getötet hat.
Schließlich lädt der König zu einem Maskenball ein und der Marquis reist mit Marcel an. Dort begegnen sie Elise, die in jener Nacht ihre schändliche Tat von einst gesteht und darauf ihren Bruder töten will. In letzter Sekunde kann Julien de Montespan sein Mündel retten, indem er ihn zum Vampir macht und damit sein großes Geheimnis offenbart. Beide reisen augenblicklich zurück nach Hause und Marcel verfällt ihn einen jahrelangen Schlaf, der ihn und seine Fähigkeiten stärkt. Als er erwacht, will er Rache an seinem Vater und Rache auch für seine Mutter, die Elise inzwischen umgebracht hat. Die Vampire schmieden einen Plan, der Elise im wahrsten Sinn des Wortes „zu Tode erschreckt“ und damit endet ein großer Abschnitt von Marcels früherem Leben.
Es hätte so schön sein können, doch gerade als der Marquis und sein junger Chevalier ihr gemeinsames Leben genießen wollen, bricht die Französische Revolution aus. Beide müssen Hals über Kopf fliehen und verlieren sich aus den Augen.
Marcel entdeckt ein neues Leben, während der Marquis Marcel vermisst und hofft ihn irgendwann wieder zu sehen.
Das Beste wird an dieser Stelle aber nicht verraten … ihr müsst es lesen.


Figuren
Hauptfigur ist Marcel Saint-Jacques. Am Anfang ist er noch sehr naiv, aber er und auch sein Charakter reifen im Laufe der Geschichte.
Der Marquis Julien de Montespan verkörpert alles, was ein wohlhabender, charmanter und gut aussehender Monsieur ausmacht. Am Anfang ist er noch etwas undurchschaubar, was den Reiz an dieser Figur ausmacht. Er ist in Marcel verliebt und versucht immer stets ein Stück näher zu kommen.
Elise – die Halbschwester von Marcel – hasst man ganz automatisch. Sie ist unsympathisch, aber an manchen Stellen leider auch vorhersehbar.


Struktur und Sprache
Sprachlich sehr ausgereift und manchmal sind mir wundervolle Sätze sofort ins Auge gesprungen. Der sprichwörtliche rote Faden zieht sich durch die gesamte Geschichte des ersten Teils. Alles in allem ein schöner Schreibstil, der auch die Fantasie des Lesers anregt.


Zusammenfassend
Eine sehr schöne Novelle, die ich Vampirbegeisterten Lesern gerne empfehlen kann. Durch den malerischen Schreibstil geht während des Lesens die Fantasie auf Wanderschaft.
Nun bin ich gespannt wie es weiter geht, denn Band 1 hört an einer sehr gemeinen Stelle auf.
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Mehr über die Autorin Carol Grayson findet ihr auf ihrem Blog
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