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Mittwoch, 17. Oktober 2012

Vorbestellung von "Ynsanter - Pfade des Feuers" (Teil 1) bei mir möglich ... mit Autogramm



Vorbestellung!




Ihr könnt das Buch gerne bei mir vorbestellen.
Ich signiere euch das Buch und schicke es euch zu, sobald es bei mir eingetroffen ist.

Interesse?
Dann meldet euch bitte per Email oder über Facebook bei mir.

Der offizielle Veröffentlichungstermin wird der 01.12.2012 sein.
Das Buch kostet im Handel 11,95 Euro - Versand ist kostenlos.

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Samstag, 7. Juli 2012

Gewinnerin der Vorrunde zum Gewinnspiel "Düsteres Verlangen"


Normalerweise gewinne ich nie und umso mehr habe ich mich gefreut, dass ich bei Blogg dein Buch eine der 20 Gewinner zur Vorrunde zu dem Buch "Düsteres Verlangen" geworden bin ;-)

Ich wollte das Buch unbedingt lesen und heute kam das Buch per Post.


"Düsteres Verlangen - Die wahre Geschichte des jungen Victor Frankenstein"

Autor: Kenneth Oppel


384 Seiten
erscheint im Juli 2012 bei Beltz & Geldberg








Heute Abend werde ich gleich anfangen ... bin schon ganz gespannt :-D
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Montag, 2. Mai 2011

Interview und Buchtippgewinnspiel

Es gibt ein neues Interview mit mir und gleichzeitig auch ein Buchtippgewinnspiel, wo ihr meinen neuen Fantasyroman "Pech und Schwefel" gewinnen könnt ... Teilnahmebedingungen sind ganz einfach

Beides findet ihr auf der Seite






Hier geht es zum Interview

Hier geht es zum Buchgewinnspiel

Montag, 25. Oktober 2010

Neue Rezension zu "Pech und Schwefel"

Auf Kleinbrina's Bücherblog ist eine neue Rezension zu meinem Fantasyroman "Pech und Schwefel" erschienen!

Das Buch liest sich flüssig und spannend, vor allem die Dialoge sind sehr gelungen. Man spürt regelrecht, wieviel Herzblut die Autorin in dieses Werk gesteckt hat.
Schon allein der Prolog liest sich spannend und animiert den Leser, sofort weiter zu lesen.
Eine tolle Hilfestellung ist auch die Landkarte direkt zu Anfang des Buches. Aber auch ein Glossar am Ende des Buches ist hierbei eine tolle Hilfe, um den Überblick zu behalten. Am Anfang fiel es mir noch schwer, alle Namen auseinander zu halten.

Die komplette Rezension findet ihr HIER


Ich bedanke mich herzlich bei Sabrina!
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ISBN-NR. 3940209546
Erhältich bei Amazon.de
oder direkt beim Noel-Verlag (Versandkostenfrei)






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Montag, 11. Oktober 2010

Neu in meinem Bücherregal

Mein gestriger Besuch auf der "Frankfurter Buchmesse" 2010 war für mich wieder ein gelungener Tag!
Mein Geldbeutel ist auch ein wenig schmäler geworden *lach*

Meine wichtigsten Regeln lauten: Sieh Mädchen nicht an. Sprich nicht länger mit ihnen als nötig. Und, um Gottes willen, verlieb dich nicht in sie! Doch nun ist da Marci, und sie ist unwiderstehlich. Ich möchte mit ihr zusammen sein. Ich möchte sie berühren. Ich möchte einfach ein normaler sechzehnjähriger Junge sein. Doch ich bin alles andere als das – ich bin ein Serienkiller. Ich weiß, dass es dort draußen Dämonen gibt. Ich träume von ihnen, jede Nacht. Und ich fürchte, dass das Dunkle in mir erneut die Oberhand gewinnt. Ja, ich liebe Marci. Und ich will sie nicht töten. Aber alle Regeln sind gebrochen, und wie kann ich das Schlimmste jetzt noch verhindern?

ISBN-NR. 3492267815





Du spürst, da ist etwas Böses in dir. Deine Freunde behaupten, es sei bloß Einbildung. Aber du weißt es besser. Du versuchst es mit allen Mitteln zurückzuhalten. Verbietest dir selbst den Kontakt zu Mädchen, besuchst den Psychotherapeuten, hältst dich stets unter Kontrolle. Doch niemand kann dir helfen. Denn diese dunkle Gewissheit ist da. Eines Tages wird es ausbrechen. Du wirst zum Serienkiller werden. Die Frage ist nur - wann?

ISBN-NR. 3492701698
www.Amazon.de








Ein Buch ohne Titel und ohne Autor tötet jeden, der es liest.Ein geheimnisvoller blauer Stein ist plötzlich verschwunden - und alle suchen ihn.In Santa Mondega bricht die Hölle los - im wahrsten Sinne des Wortes.Eine Sonnenfinsternis wird Santa Mondega bald in völlige Dunkelheit tauchen und dann wird es blutig werden. Blutiger als sich irgendjemand vorstellen kann. Denn ein Fremder ist in der Stadt: The Bourbon Kid. Massenhaft begeisterte Leserrezensionen bei amazon.com und amazon.co.uk:Ein absoluter Pageturner ... supergut geschrieben, voll schwarzem Humor ... Erfrischend neu, erschreckend witzig, entsetzlich spannend.

ISBN-NR. 3404165160
www.Amazon.de





Percy versteht die Welt nicht mehr. Jedes Jahr fliegt er von einer anderen Schule. Ständig passieren ihm seltsame Unfälle. Und jetzt soll er auch noch an dem Tornado schuld sein! Langsam wird ihm klar: Irgendjemand hat es auf ihn abgesehen. Als Percy sich mit Hilfe seines Freundes Grover vor einem Minotaurus ins Camp Half-Blood rettet, erfährt er die Wahrheit: Sein Vater ist der Meeresgott Poseidon, Percy also ein Halbgott. Und er hat einen mächtigen Feind: Kronos, den Titanen. Die Götter stehen Kopf - und Percy und seine Freunde vor einem unglaublichen Abenteuer ...

ISBN-NR. 3551359601
www.Amazon.de (Filmausgabe)

Sonntag, 3. Oktober 2010

Neue Rezension zu meinem Fantasyroman "Pech und Schwefel"

Eine neue und super tolle Rezension von "Pech und Schwefel" findet ihr auf Ela's Büchertruhe

So sehr sie mit ihren Worten spielen und verzaubern kann, so sehr kann sie auch mit ihrer Fantasie erschrecken, vor allem wenn es um Folter geht.
Die Handlung an sich, der Aufbau der Geschichte, hat mir sehr gut gefallen, hätte aber dennoch hier und da etwas ausgereifter sein können.
Die Charaktere fand ich sehr detailliert beschrieben, die Charaktereigenschaften ausführlich aufgeführt. Es gab nette und schreckliche Gestalten, weise und dumme Personen die dennoch alle zu einer einzigen Handlung führten und das Schicksal der beiden Kinder bestimmten.
Die Covergestaltung hätte meiner Meinung nach nicht passender sein können. Feuer und eine Münze, auf die ein Drache geprägt ist, zieren den Umschlag.



Die ganze Rezension könnt ihr HIER lesen

Ein Autoreninterview mit mir folgt demnächst ... es hat mir Spaß gemacht die Fragen zu beantworten.

Mein Roman könnt ihr direkt beim Noel-Verlag (ohne Versandkosten) bestellen!
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Montag, 6. September 2010

Bist auch du "Buchsüchtig"?

Ich habe diesen Test auf dem Blog von sternthaler75 entdeckt ... der ursprüngliche Test stammt von www.leser-welt.de ... und ich finde ihn wirklich sehr interessant :-)



Woran erkenne ich meine Büchersucht?
  • 3 zutreffende Punkte bedeuten: es bahnt sich eine Buchsucht an
  • 10 zutreffende Punkte bedeuten: du gehörst eindeutig zu den Buchsüchtigen
  • 20 zutreffende Punkte bedeuten: du solltest dir langsam Sorgen machen

  1. Sie teilen das Jahr in nur zwei Jahreszeiten: Frühjahrs- und Herbstneuerscheinungen.
  2. Egal wohin Sie gehen: Ein Buch ist immer dabei. Sie könnten im Stau stehen, irgendwo länger warten müssen ...
  3. Sie können an einer Buchhandlung nicht vorbeigehen, ohne zumindest ein neues Buch zu kaufen, auch wenn Sie noch zahlreiche ungelesene Bücher zuhause haben.
  4. Ihre Familie weiß nicht mehr wie Sie aussehen, da Sieständig mit einem Buch vor dem Gesicht anzutreffen sind.
  5. Wenn Sie in Urlaub fliegen, verstauen Sie Ihre Kleidung im Handgepäck und die Bücher im Koffer.
  6. Wenn Ihr SuB (Stapel ungelesener Bücher) unter 100 fällt bekommen Sie Entzugserscheinungen.
  7. Sie freuen sich über ein schlechtes Fernsehprogramm, weil Sie dann mehr Zeit zum Lesen haben.
  8. Sie ziehen um, weil Sie in Ihrer Wohnung keine Bücherregale mehr unterbekommen.
  9. Wenn Sie ein Buch lesen, haben Sie das Gefühl, wirklich dabei zu sein; die Rückkehr in die Realität fällt Ihnen verdammt schwer.
  10. Sie ärgern sich, weil es keine Bücher in Automaten gibt, dann wären Ihre Lieblinge nämlich rund um die Uhr verfügbar.
  11. Ihre Lieblingszeitschriften sind der Weltbild-Katalog und das Club-Bestellmagazin.
  12. Sie können sich keine Schuhe mehr kaufen, weil Ihr ganzes Budget für Bücher draufgegangen ist.
  13. Sie haben ca. 300 ungelesene Bücher, träumen trotzdem Tag und Nacht von einer Neuerscheinung, und spätestens nach einer Woche liegt auch genau diese auf Ihrem SuB ... dann begegnet Ihnen irgendwo Wunschbuch Nr. 302 und das Spiel geht von vorne los.
  14. Ihr Briefträger liebt Sie, weil er aufgrund Ihrer täglichen Büchersendungen nie arbeitslos wird.
  15. Ihr Briefträger hasst Sie, weil er wegen Ihrer täglichen Büchersendungen nie pünktlich Feierabend machen kann.
  16. Immer wenn Sie für jemanden ein Buchgeschenk kaufen, beschenken Sie sich auch (mehrfach) selbst.
  17. Ihr Mann fragt nicht, was Sie sich zum Geburtstag wünschen, er verlangt nur Ihre aktuelle Bücherwunschliste.
  18. Sie gehen in den örtlichen Buchladen und wissen besser über Neuerscheinungen bescheid, als die Buchhändler.
  19. Über Bücher können Sie immer und ununterbrochen reden.
  20. Sehen Sie irgendwo jemanden ein Buch lesen, verrenken Sie sich den Hals, nur um den Titel zu erkennen ... es könnte ja ein neues Buch für Ihre Wunschliste werden!
  21. Sie bauen Ihr Haus aus, weil Sie keinen Platz mehr für Ihre Bücher haben.
  22. Ihr Partner fragt Sie, ob Sie eigentlich mit ihm oder den Büchern verheiratet sind.
  23. Ihr Partner fragt Sie im Urlaub, ob Sie außer Büchern auch Kleidung und Waschzeug in die Koffer gepackt haben.
  24. Ihr Partner schaut Sie nicht mehr fragend an, wenn Sie ihm die Post aus der Hand reißen, weil ein Katalog von Weltbild oder Jokers dabei ist.
  25. Sie konmen mit acht riesengroße Kartons voller Bücher nach Hause und teilen Ihrem Partner mit entzückendem Augenaufschlag mt, dass Sie sich der 250 Bücher angenommen haben, da Ihre Freundin diese sonst entsorgt hätte.
  26. Sie bekommen einen hysterischen Anfall, weil jemand den Schutzumschlag geknickt hat, den Sie beim Lesen natürlich herunter nehmen.
  27. Ihr Partner droht Ihnen mit Scheidung, wenn Sie ihm nicht versprechen, sich wieder mehr um ihn als um die Bücher zu kümmern.
  28. Sie gehen Blutspenden, um von dem Geld Bücher zu kaufen.
  29. Sie tapezieren Ihr Wohnzimmer mit Kopie der Seiten Ihres Lieblingsbuches.
  30. Für Sie kommen nur noch Urlaubsorte in Frage, die Sie bereits aus irgendwelchen Büchern kennen.

Meine Antworten habe ich rot eingefärbt und mit 8 Antworten bin ich "Buchsüchtig" :-) ... damit kann ich leben *lach*
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Donnerstag, 26. August 2010

Leserunde zu "Pech und Schwefel"

Es ist soweit, meine erste Leserunde zu meinem neuen Fantasyroman "Pech und Schwefel" ist gerade in Planung wird voraussichtlich Mitte September 2010 stattfinden. Ich, als die Autorin, werde diese Leserunde begleiten.
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Wenn ihr Interesse habt, dann könnt ihr euch in der Lesegruppe auf  Lovelybooks anmelden.
Die Leserunde wird auf der Seite von www.kettenleser.net stattfinden.

www.kettenleser.net





Dienstag, 3. August 2010

Mein neuer Fantasyroman "Pech und Schwefel" ist im 10. Juli 2010 erschienen

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Es ist jetzt ganz offiziell ... mein dritter Fantasyroman "Pech und Schwefel" ist im Noel-Verlag erschienen.
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ISBN-Nr. 9783940209542
Taschenbuch: 249 Seiten (inkl. Karte und Glossar)

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Inhaltsangabe:
Das Chaos herrscht in den Straßen von Mayonta. In einer einzigen Nacht verlieren die Zwillingsbrüder des Hohepriesters Ronor und Nomarac ihre Eltern, ihr Zuhause und ihre Identität. Von diesem Moment müssen sie sich verängstigt, hungrig und alleine durchs Leben schlagen. Dabei landen beide mitten in einen Sumpf aus Feindschaft und Machenschaften. Aber eine gute Seele - die Prostituierte Liehshy - kennt ihr Geheimnis und hilft ihnen ihr neues Leben zu akzeptieren. Doch nach Jahren lauert die Gefahr immer noch im Verborgenen, bis sie ihre Maske fallen lässt und die Zwillinge auf eine harte Probe stellt. Sie lernen was wahre Freundschaft, Liebe und Mut wirklich bedeuten.
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Das Buch ist bei Amazon.de und auch im Shop des Noel-Verlages erhältlich ... aber auch in jeder Buchhandlung!
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Montag, 2. August 2010

Ynsanter - Seele des Feuers (Buchvorstellung)

Diese Buchvorstellung wurde am 19. März 2010 auf dem Blog "The Home of a Bookworm" gepostet



Wie versprochen melde ich mich, nun, da ich das erste Band dieser Buchreihe ausgelesen habe. Da ich den Schreibstil von Annette Eickert bereits von ihren Fanfiktion kannte, war ich sehr gespannt auf ihr Erstlingswerk als Buchautorin. Ich muss sagen, es hat meine Erwartungen bei Weitem übertroffen. Die von ihr geschaffene Fantasiewelt fesselt den Leser vom ersten Augenblick an. Die Charaktere bestechen durch ihre Einzigartigkeit. Ganz besonders haben es mir Norion und die Zwillinge Ronor und Normarac angetan, sie lassen einen mit ihnen mitfühlen, und mehr als einmal war ich knapp davor einem gewissen Sklavenhändler den Hals umzudrehen zu wollen.
Wenn ihr also auf der Suche nach einer neuen Welt, nach Rätseln und scheinbar unlösbaren Problemen und Fragen seid, dann kann ich das Buch nur empfehlen. Ich habe es jedenfalls mit Begeisterung gelesen.
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Vielen lieben Dank an alles!

Ynsanter - Seele des Feuers (Buchvorstellung)

Diese Buchvorstellung wurde am 25. November 2009 auf der Website "Ophelias Unfugfabrik" veröffentlicht



Der erste Band erzählt den dramatischen Anfang einer hoffnungsvollen Suche nach dem Götterschwert Ynsanter, das am Ende den Frieden über die Welt Zanthera bringen soll. Hierbei spielt der Iyanakrieger Ataran eine wichtige Rolle, der in die Hände seiner erbitterten Feinde fällt, den Raukarii. Er verliebt sich in eine Raukarii und aus dieser Liebe wird ihr Sohn, der Halb – Raukarii Norion, geboren. Doch durch ein tragisches Unglück wächst der Junge schließlich als Sklave unter der Herrschaft der Feinde auf, bis die Zeit zum Handeln kommt. Zwei geheimnisvolle Zwillingsbrüder tauchen in Norions finsterster Stunde auf und stoßen auf eine Frage, die sich nicht mehr loslässt. Mit Hilfe des mächtigen Gottes Zevenaar, uralten Drachen und glaubensstarken Kriegern beginnt plötzlich ein Abenteuer über wahrhaften Glauben, Mut, Liebe und Intrigen.
Vor einiger Zeit bekam ich zwei Rezensionsexemplare von Annette Eickert zugesandt, die ich bei Twitter kennengelernt habe. Es handelte sich hierbei um Band 1 und 2 der „Ynsanter“ – Sage. Einem geheimnisvollen Schwert, dass in der Welt von Zanthera den Herrscher bestimmt und vor vielen Jahrhunderten auf geheimnisvolle Weise verschwand. Zwei Völker, durch die Schöpfung der großen Göttern und ihres Sohnes Zevenaar, gespalten sind auf der Suche nach diesem Schwert. Die einen, weil sie die Macht und Herrschaft von Zanthera übernehmen wollen und die anderen, weil sie die beiden Völker wieder einen wollen.
Der erste Band des Buches, den ich nun auch endlich beendet habe, bereitete mir Schwierigkeiten es aus der Hand zu legen. Meistens schaffte es nur die Müdigkeit und das mag schon etwas heißen, da ich schon seit langer Zeit keine Highfantasy – Bücher mehr gelesen habe und selten so gefesselt war. Wisst ihr, viele Dinge wiederholen sich im Fantasy – Genre und ich habe schon einiges gelesen. Nach einer Weile werden viele Geschichten langweilig. Nicht so „Ynsanter“. Für mich bringt die Geschichte einen sehr frischen Wind auf den Büchermarkt. Die Iyanara und die Raukarii erinnern mich zwar etwas an die Elben und Dunkelelben, aber auch das ist einfach kein Vergleich. Dafür sind die Völker einfach viel zu verschieden. Eickert hat eine Schöpfung erschaffen, die unglaublich ist. Zwei neue Rassen bevölkern die Welt des Fantasy – Genres, wie sie noch nie da gewesen waren. Eickert verfügt ein großes Können und ein hohes Maß an Kreativität und dafür hat sie meinen Respekt durchaus verdient.
Die einzelnen Charakter selbst sind so einzigartig und noch nie da gewesen. Die Charaktere, die Welt und die Schöpfung sind genau mit den richtigen Details versehen, so dass die Geschichte und das Aussehen noch  genügend Vorstellungsraum für den Leser übrig lässt.
Mein Lieblingscharakter, den ich seit seinem ersten Auftritt ins Herz geschlossen hat ist weder Ataran noch Norion, sondern Ronor Laedal von den Zwillingsbrüdern. Er besitzt gute Eigenschaften und verkörpert meiner Meinung nach die Perfektion eines gesunden Egoismus und einem hohen Maß an Hilfsbereitschaft, die er besonders Norion zu Teil kommen lässt.
„Ynsanter“ ist definitiv lesenswert und ist besonders gut geeignet für Leser, die offen für Neues sind und gerne in neue, noch unbekannte Welten eintauchen.
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Interview mit Annette Eickert, Autorin von Ynsanter - Seele des Feuers

Das Interview wurde am 04. August 2009 auf der Seite "Autorenhomepage von Gabriela Bieber" veröffentlicht - Danke für alles!


Ich bin letztens auf die Schriftstellerin Annette Eickert und ihre Fantasy-Romane Ynsanter (seltsam, ich möchte das immer so gerne YnsanTHer schreiben XD) - Seele des Feuers gestoßen.
Es handelt sich dabei um eine Triologie, von der bereits zwei Bücher im Handel erhältlich sind.

Die Geschichte dreht sich um das Götterschwert "Ynsanter", welches der Welt Zanthera Frieden bringen soll. Hierbei spielt der Iyanakrieger Ataran eine wichtige Rolle, der in die Hände seiner erbitterten Feinde fällt, den Raukarii. Er verliebt sich in eine Raukarii und aus dieser Liebe wird ihr Sohn, der Halb-Raukarii Norion, geboren. Doch durch ein tragisches Unglück wächst der Junge schließlich unwissend als Sklave unter der Herrschaft der Feinde auf, bis die Zeit zum Handeln kommt. Zwei geheimnisvolle Zwillingsbrüder tauchen in Norions finsterster Stunde auf und stoßen auf eine Frage, die sie nicht mehr loslässt. Mit Hilfe des mächtigen Feuergottes Zevenaar, uralten Drachen und glaubensstarken Kriegern beginnt plötzlich ein Abenteuer über wahrhaften Glauben, Mut, Liebe und Intrigen.

Die Autorin, Annette Eickert (oder auch Elbenstein1978), wie die Jahreszahl schon sagt, 30 Jahre jung, hat sich freundlicherweise per Mail von mir interviewen lassen:

1. Seit wann schreibst du und wie hast du das Schreiben für dich entdeckt? 
So pauschal ist das nicht wirklich zu beantworten, ich habe schon früher gerne in der Schule Aufsätze geschrieben. Diese Vorliebe habe ich mitgenommen und es sozusagen beibehalten. Ich liebe es einfach, Geschichten aufzuschreiben, die durch meinen Kopf geistern und sie geben auch erst Ruhe, wenn ich sie geschrieben habe.

2. Warum schreibst du und was motiviert dich?
Schreiben, kann man fast schon sagen, ist wie eine Sucht für mich. Ich liebe das Schreiben einfach und wenn ich einmal eine Woche lang nichts geschrieben habe, muss ich mich wieder mit meinem Block und Stift hinsetzen und schreiben. Motivation bekomme ich von allem Möglichen. Entweder durch Gespräche mit Freunden, durch Film und Fernsehen (wobei ich nicht klaue, sondern Ideen sammle), aber auch viel beim Lesen von Romanen oder Mangas. Meistens höre und ich sehe ich was und sage mir, daraus könnte man doch etwas machen, was dann am Ende auch meist geschieht.

3. Woher nimmst du das Durchhaltevermögen für die Romanschreiberei?
Gute Frage, vielleicht weil ich mit Liebe schreibe?! Ich denke, dass wird es sein. Besonders, wenn dann Szenen durch meinen Kopf geistern, bin ich äußerst motiviert und schreibe dann schon mal richtig viel am Tag. Bei Ynsanter war es einfach die Geschichte um das Götterschwert an für sich. Ich war so in dem ganzen Geschehen mittendrin, dass ich gar nicht groß darüber nachgedacht habe. Nach neun Monaten hatte ich dann alle drei Teile fertig geschrieben und so geht es mir auch mit meinen anderen Geschichten.

4. Warum ist Fantasy dein Lieblingsgenre? 
Weil man einfach in eine andere Welt abtauchen kann. Die Realität hat man jeden Tag, aber in einer Fantasywelt kann man sich Dinge vorstellen oder selbst erfinden, die einmal etwas anderes als "normal" sind.

5. Welche Art von Literatur liest du selber gern/hast du gern gelesen?
Außer Fantasy liebe ich noch mittelalterliche- bzw. historische Romane. Ansonsten aber auch gerne Mangas und wenn, dann oft Fantasymangas.

6. Warum hast du den Novum-Verlag für deine Veröffentlichungen gewählt und wie sind deine Erfahrungen mit Novum?
Gewählt habe ich ihn eigentlich, weil er der einzige Verlag mit einer Zusage war. Über den Rest möchte ich mich nicht äußern, die Erfahrungen sind von Person zu Person unterschiedlich.

7. Woran orientierst du dich beim Erschaffen deiner Charaktere? Wer ist dein persönlicher Liebling unter deinen Figuren? 
Mein persönlicher Liebling ist Neferrilion. Als ich ihn erschaffen hatte, hatte ich solche Charaktere noch niemals in meinen Geschichten gehabt. Auf ihn bin ich ganz besonders stolz, besonders weil er so vielschichtig ist.
Beim Erschaffen meiner Charaktere habe ich keinen bestimmten Orientierungspunkt. Oft entscheide aus dem Bauch heraus und es kam auch schon vor, dass ich im Nachhinein etwas an dem einem oder anderen Charakter verändert habe. Aber meistens bleibe ich bei meiner ersten Entscheidung. Sobald der Charakter in meinem Kopf steht, ist er quasi geboren *lach*.

8. Wie entwickelst du eine so umfangreiche Handlung?
Sagen wir es mal so, am Anfang steht bei mir immer das Grundgerüst, alles andere entwickelt sich bei mir beim Schreiben direkt. Das soll heißen, der rote Faden ist immer da, doch die Nebenstränge kommen mir meist von alleine und ich oft machen sich bei mir die Geschichten selbstständig, was für mich auch den größten Reiz ausmacht.

9. Welche Stellen sind dir besonders schwer/besonders leicht gefallen und warum?
Eine gute Frage. Am Anfang sind mir besonders die Kampfszenen mit dem Schwert schwer gefallen. Aber nachdem ich es einige Male geschrieben und umgeschrieben habe, ging es am Ende schon von ganz alleine. Wohingegen mir die Kampfszenen mit Magie ganz einfach von der Hand gegangen sind, sie sind in meinem Kopf wie in einem Film abgelaufen. Was mir auch anfänglich schwer gefallen ist, das waren die Intrigen. Ich benötigte schon einige Notizzettel, damit ich selbst nicht durcheinander kam. Denn ein Denkfehler und es wirkt sich auf die gesamte Geschichte aus. Ansonsten kann ich dazu nur noch sagen, ich liebe es, Gefühle zu beschreiben. Das fällt mir ganz leicht, ich schreibe es einfach von der Leber weg.

10. Wie gehst du mit Kritik um? 
Ich nehme jede Kritik an. Es kann natürlich auch schon mal vorkommen, dass mir einige Kritiken besser und andere weniger gut gefallen, aber im Grunde akzeptiere ich die Meinung einer Person, so lange sie nicht unter die Gürtellinie geht. Es gab auch schon ein paar Ratschläge, die ich sogar berücksichtigt habe, weil sie mir so gut gefallen haben.

11. Woran arbeitest du momentan, was sind deine Pläne für die Zukunft?
Zurzeit bin ich ganz bescheiden und schreibe an einer Harry Potter Fanfiction *lach*. Immerhin hat alles mit Fanfictions angefangen und ab und an schreibe ich sie immer noch sehr gerne. Vor allem, weil ich dabei bin, demnächst aus einer der Geschichten einen eigenen Roman zu basteln. Natürlich mit anderen Figuren, aber den Inhalt fand ich so schön mystisch, dass ich mir das durchaus als Roman vorstellen kann. Ein anderes Projekt ist ein Krimi. Er soll im London unserer Zeit spielen, die Notizen sind auch schon fertig.

12. Hast du irgendwelche Spezial-Tipps für angehende Autoren?
Zum einen, nicht schnell die Flinte ins Korn zu werfen, wenn es einmal nicht voran gehen sollte, das ist normal. Höhen und Tiefen erlebt jeder einmal. Dann natürlich auch, bei den Bewerbungen bei den verschiedenen Verlagen nicht den Kopf hängen zu lassen. Es ist sehr mühselig und oft auch deprimierend, aber irgendwann kommt das große Glück, wenn der Weg auch länger dauert, als einem lieb ist.
Vielleicht noch etwas zum Schreiben im Allgemeinen? Sich beim Schreiben gar nicht großartig Gedanken um Wort- oder Namenswiederholungen kümmern, sondern einfach schreiben. Denn danach kann man immer noch in Ruhe genügend Änderungen vornehmen. So mache ich es auch immer.

13. Womit bist du neben dem Schreiben noch beschäftigt?
Ansonsten beschäftige ich mich noch mit Webdesign und verschiedenen Websiten, u.a. auch mit Grafikdesign.
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Leseprobe "Pech und Schwefel"

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„Sieh mal Weecran!“, ertönte wie aus dem Nichts eine laute Stimme, die sich den Brüdern langsam näherte.
Schlagartig öffnete Nomarac die Augen, fühlte sein Herz vor Angst schneller schlagen und bemerkte sofort die bebenden Glieder von Ronor, der neben ihm aufmerksam lauschte.
„Ja, dort drüben“, antwortete ein zweiter Unbekannter mit heiser-nem Unterton.
Nomarac und Ronor blieb keine Zeit mehr, sich unter den Zweigen in Sicherheit zu bringen, da tauchten vor ihnen schon drei junge Raukariimänner auf. Sie trugen nicht die Uniformen der Stadtwache, sondern ihr äußerliches Erscheinungsbild war den zwei Kindern völlig fremd. Der erste besaß lange schmierige Haare, die ein verschmutztes Gesicht umrahmten und der sie mit einem merkwürdigen Lächeln beobachtete. Seine Kleidung war erbärmlich, denn außer einer löchrigen Hose und einer ziemlich seltsamen Weste trug er ansonsten nichts mehr, außer einem Gürtel. In diesem steckte etwas, dass einer verrosteten Speerspitze entsprach. Die anderen zwei sahen nicht wirklich anders aus, wobei dem Kleinsten die rechte Hand fehlte. Der Armstumpf war mit einer dreckigen Binde abgebunden. Er fixierte vor allem Ronor mit einem stechenden Blick.
„Wer seit ihr?“, fragte der Raukarii ohne Hand und kam einen Schritt näher.
Die Zwillinge zuckten leicht zusammen, doch dann rissen sie sich zusammen und richteten sich kniend auf. Die Hand des einen umklammerte die Hand des anderen. Dabei bemerkten sie nicht, wie sehr ihre Kleidung inzwischen der der drei Fremden ähnelte. Ihre einst weißen Seidenhemden waren grau und von kalter Asche verschmiert, sie wiesen einige Risse auf. Die ehemals dunkelblauen Tuniken, welche ihre Mutter mit viel Liebe für sie genäht hatte, waren ebenfalls schmutzig und die teilweise aufgerissenen Säume kündeten von den schrecklichen Stunden des Aufstandes. Ihre schwarzen Hosen hatten überall Flecken, während ihre braunen Gesichter mit Ruß verdreckt und die roten schulterlangen Haare völlig strubbelig herunter hingen.
„Die wollten bestimmt die besten Stücke für sich behalten, Weecran“, sagte der Kleinere ohne Hand und sah den Angesprochenen mit funkelnden Augen an.
„Davon bin ich nicht ganz überzeugt, Yovmor“, entgegnete dieser und kam einen Schritt näher, während die Brüder einige Zentimeter nach hinten ins Gestrüpp auswichen.
„Ihr braucht doch keine Angst zu haben, außer ihr wollt unsere Beute wirklich stehlen“, lachte Weecran laut.
„Ich glaube eher, die sind neu in der Stadt“, meldete sich nun der Dritte zu Wort, der bisher einfach nur dagestanden und zugeschaut hatte. Sein Name lautete Nysayor und er und seine Kameraden gehörten einer kleinen Diebesbande von Mayonta an, die den klangvollen Namen „Jäger der Nacht“ trugen. Sie hatten den gestrigen Tag unruhig in ihrem Versteck abgewartet und sich erst am Morgen ins Freie geschlichen, um aus den vielen Ruinen der eingestürzten Häuser Beute zu ergattern, um sie später für gute Edelsteine an andere verkaufen zu können. Als sie vor einer Stunde heimlich die Stadtwachen belauscht und erfahren hatten, dass auch das Haus des Hohepriesters in Schutt und Asche lag, waren sie sofort hierher aufgebrochen.
„Wo kommt ihr also her?“, wollte nun Weecran wissen und ließ seine Hand beiläufig an die verrostete Speerspitze wandern, um seinen Worten mehr Nachdruck und seiner Position, als Anführer der kleinen Diebesbande, mehr Autorität zu verleihen.
Ronor zitterte noch immer, aber die Nähe von Nomarac gab ihm den nötigen Mut und Schutz, den er zurzeit dringend benötigte. Nomarac wiederum überlegte fieberhaft, was er antworten sollte. Die Gefahr war groß und weil er erst vor kurzem von seinem Vater gesagt bekommen hatte, er sollte Fremden niemals trauen, entschied er sich kurzerhand für eine Lüge.
„Wir kommen aus Surnlor“, bedeutete Nomarac und legte all seine Überzeugskraft in diese Erklärung.
Doch kaum waren sie ausgesprochen, zupfte ihn Ronor am Ärmel, beugte sich nach vorne und flüsterte ihm ins Ohr. „Mama sagt doch immer, wir dürfen nicht lügen.“
Eilig lehnte sich nun Nomarac zu seinem Bruder hinüber und murmelte für die anderen unverständlich: „Ich weiß, aber wir dürfen ihnen auch nicht sagen, wer wir wirklich sind. Verstehst du?“
Das leuchtete Ronor ein und überließ seinem Zwillingsbruder das Reden.
„Surnlor ist zwei Tagesmärsche von hier entfernt“, grübelte Weecran nach und erhielt ein bestätigendes Nicken von Yovmor und Nysayor. „Was macht ihr aber dann in Mayonta?“
„Das geht dich nichts an“, rief Nomarac lauter als beabsichtigt und spürte eine nie gekannte Wut in sich aufsteigen.
„Schon gut“, meinte Weecran und hob beide Hände in einer versöhnlichen Geste. „Aber damit eines klar ist, die Beute gehört uns!“
Kurz darauf wandten sich alle drei jungen Männer von den Zwil-lingen ab und stapften durch die Geröll- und Aschehaufen davon. In ihrem Versteck blieben die Brüder alleine und starrten mit gemisch-ten Gefühlen hinterher.
„Und was machen wir jetzt? Wie bist du überhaupt auf Surnlor gekommen?“, fragte Ronor neugierig und sah über seine Schultern zu den Raukarii, die in den Ruinen herumwühlten.
„Erst vor einer Woche hat Papa von dem Dorf gesprochen und es ist immer besser, wenn wir nicht sagen, wo wir herkommen“, erklärte Nomarac. „Wir sagen es nur, wenn es nötig wird.“
„Ich habe Durst“, wechselte Ronor das Thema und dabei knurrte sein Magen.
„Komm, wir gehen in die Stadt und fragen, ob uns jemand etwas gibt“, antwortete Nomarac zuversichtlich, obwohl er innerlich nicht wirklich daran glaubte. Doch auf einen Versuch käme es immerhin an, wobei er selbst nicht wusste, was sie tun sollten. Ihre Eltern waren tot, sie konnten niemandem trauen und in der Nähe der Diebe sollten sie auch nicht bleiben.
Daher half er Ronor beim Aufstehen, der auf schwachen Beinen hinter dem Holunderbusch zum Vorschein kam. Die Raukarii ignorierten sie geflissentlich und so liefen die Zwillingsbrüder vorsichtig durch ihr zerstörtes Zuhause und erreichten die Pflasterstraße, die sie ins Stadtinnere führen würde. Als sie mitten auf der Straße standen, war dort weit und breit niemand zu sehen, außer den Häusern ihrer Nachbarn, die mittlerweile ebenfalls nichts weiter als verkohlte Überreste waren.
„Das ist unheimlich“, flüsterte Ronor und umklammerte die Hand von Nomarac nur umso fester, der es ihm gleichtat.

Gemeinsam liefen sie die verlassene Straße entlang. Die Sonne schien auf ihre Köpfe und wärmte sie an diesem trostlosen Herbstmittag, die Vögel zwitscherten eine traurige Melodie und die Ge-sichter der beiden sprachen von ihrem inneren Leid.
Nach einer halben Stunde erreichten Nomarac und Ronor die ersten Häuser des Stadtzentrums. Hier herrschte immer noch das wahre Chaos. Viele Bürger, die am gestrigen Tag heil mit ihrem Leben davon gekommen waren, darunter auch viele Soldaten, eilten mit schnellen Schritten hin und her. Fast jedes Gebäude besaß eingeschlagene Fenster, eingetretene Türen und einige davon wiesen Brandspuren auf. Zudem hatten heute viele Geschäfte geschlossen, während die Besitzer lauthals vor der Ladentür ihr Leid klagten und die Stadtwachen sie zu beruhigen versuchten. Auch schreiende Kinder liefen umher und riefen nach ihren Eltern oder die Mütter hielten sie an den Händen und mischten sich unter die herumwuselnde Raukariimenge.
„Ich glaube, hier werden wir kein Glück haben“, sagte Nomarac laut zu Ronor und versuchte damit den Straßenlärm um sie herum zu übertönen.
„Wir könnten doch zum Tempel gehen“, schlug Ronor lächelnd vor und hoffte, dort nicht nur ihre Eltern, sondern auch die Zevenaarpriester anzutreffen, die sie kannten und die ihnen ganz sicherlich helfen konnten.
Nomarac nickte und schon liefen sie die Straße weiter, immer tiefer ins Zentrum hinein. Vorbei an dem großen Stadtpark von Mayonta. An diesem Ort, wo tagtäglich viele Familien ihre Zeit verbracht hatten, herrschte in der Mittagssonne nur gähnende Leere. Die Spazierwege lagen verlassen da. Aber die farbenfrohen Blumen blühten und ein leichter Wind blies ihre angenehmen Düfte zu den Zwillingen hinüber, und vertrieb für einige Momente ihre niedergedrückte Stimmung. In einiger Entfernung hörten sie auch das Wasser des großen Springbrunnens plätschern und das Geräusch brachte ihnen ein wenig Realität zurück, die ihnen Mut verlieh, den sie benötigten. Denn nun waren sie alleine auf der Welt und konnten nur erahnen, wo ihre verstorbenen Eltern hingebracht worden waren.
Als sie den Stadtpark hinter sich gelassen und zwei kleine Straßenkreuzungen überquert hatten, erreichten beide endlich ihr Ziel. Vor ihnen erstreckte sich groß und prachtvoll der Zevenaartempel in den blauen Himmel. Eines der vielen Gotteshäuser des Feuergottes in Leven’rauka. Er maß in Länge und Breite hundert Meter und bestand völlig aus schwarzem Marmor. An den oberen Mauervorsprüngen reckten sich kleine Zinnen hinauf und an den vier Ecken gab es jeweils einen Wachturm. Gleichzeitig war die Außenfassade von goldenen Ornamenten geschmückt, die fast ausschließlich das verschollene Götterschwert Ynsanter präsentierten, welches eines der göttlichen Symbole ihres Glaubens darstellte. Das alles machte den Tempel schon glanzvoll genug, der in der Bauweise seinem großen Vorbild in der Hauptstadt Zyrakar ähnelte. Ringsherum waren meterhohe glasklare Kristallfenster eingelassen, die am Tag das Sonnenlicht und in der Nacht das silbrigweiße Mondlicht ins Innere hinein ließen und alles in ein sanftes Glühen einhüllten.
Die Zwillinge gingen geradewegs auf die nicht minder große Doppelflügeltür aus Gold zu, die weit offen stand und jedem den Blick ins Innere zeigte. Zu beiden Seiten standen jeweils fünf bewaffnete Wachen, die streng ihren Blick über die Raukarii schweifen ließen, welche an ihnen vorbei strömten.
Die Brüder versuchten sich nicht beirren zu lassen und machten sich zum Tempeleingang auf. Kaum dort angekommen, versperrte ihnen plötzlich eine Stadtwache den Weg und funkelte sie verächtlich an.
„Haut ab!“, sagte der Raukarii, der gleichzeitig Hauptmann der kleinen Soldatengruppe war.
„Wir brauchen Hilfe“, entgegnete Nomarac flehentlich und Ronor setzte hinzu: „Wir wollen unsere Eltern sehen.“
„Was ihr wollt oder nicht, interessiert mich nicht“, antwortete die Wache stur und knurrte ungehalten. „Zwei dreckige Straßenkinder haben kein Recht in den Tempel zu treten. Wisst ihr nicht, was passiert ist?“
„Doch, das wissen wir sehr wohl“, meinte Ronor, der durch den Schutz seines Bruders ein wenig lauter sprach. Er wollte unbedingt seine Eltern sehen, auch wenn sie nicht mehr lebten und daran durf-te sie niemanden hindern. „Unsere Mutter hat uns versteckt, kurz bevor die Männer kamen und unser Haus in Brand steckten. Wir sind nämlich Josias und Seyldia Anthyrs Söhne.“
Kaum hatte Ronor geendet und Nomarac ihm zufrieden auf die Schulter geklopft, denn besser hätte er es auch nicht sagen können, brachen die Stadtwachen in schallendes Gelächter aus.
Irritiert und wütend blickten die Zwillinge die Männer an.
„Lasst euch eine andere Ausrede einfallen, ihr dreckigen Diebe“, erklärte ein anderer Soldat und gesellte sich zu seinen Kameraden. „Mittlerweile haben schon sechs stinkende Ratten vor euch diese Erklärung abgeliefert und ihr glaubt, ihr würdet damit Erfolg haben? Vergesst es und haut endlich ab, bevor wir richtig wütend werden.“
Der vorletzte Satz war zwar keine Frage, sondern eher eine Feststellung und dennoch ballte Ronor plötzlich die Hände zu Fäusten und rannte auf den Wachmann zu. Mit all seiner verbliebenen Kraft schlug er ihm in den Magen, doch die Lederrüstung schützte den Mann gut, während er lediglich ein zynisches Lächeln zur Schau trug, ohne sich zu wehren.
„Lügner!“, rief Nomarac und spurtete zu seinem Bruder.
Gemeinsam erhoben sie ihre Fäuste und schlugen zu, solange, bis zwei weitere Raukarii einen kurzen Augenblick später die Jungen an den Armen wegzerrten und sie dann schmerzhaft auf den Rücken bogen. Unter Tritten und Gekreische wollten sie sich losreißen, aber leider waren sie kleiner und weitaus kraftloser als die muskulösen Stadtwachen.
Nachdem sich diese Eskalation erst nach wenigen Minuten beruhigte und die Zwillinge sich weiter im festen Griff wanden, kam der Hauptmann der wachhabenden Männer auf sie zu, blieb vor ihnen stehen und fixierte sie mit finsterem Blick.
„Ihr zwei seid nichts weiteres als erbärmliche Straßenköter!“, schleuderte er Ronor und Nomarac entgegen, die ihn mit wutverzerrtem Gesicht beobachteten und sich unbedingt befreien wollten. „Habt ihr mir nicht zugehört? Hier gibt es keinen Einlass für verwahrloste Gören, wie euch. Außerdem sind die Kinder des Hohepriesters tot und gemeinsam mit unserem verstorbenen Oberhaupt von Mayonta im Tempel aufgebahrt. Also verschwindet von hier und lasst euch nicht mehr blicken.“
Auf Grund dieser Ungeheuerlichkeit wurde der Zorn der Zwillinge nur umso größer und Nomarac biss seinem Häscher in die Hand. Mit einem schmerzhaften Schrei ließ dieser los, aber schon war der nächste Raukarii zur Stelle und verpasste dem frechen Jungen eine Ohrfeige.
Auf der anderen Seite sah Ronor seinen Bruder und nahm sich ein Beispiel an ihm. Er drehte den Kopf nach rechts und wollte bereits die Zähne in die Finger rammen, da traf ihn ein Schlag auf die Schläfe. Leicht benommen und verwirrt ließ er von seinem Vorhaben ab und hörte durch einen dämmrigen Schleier nur Nomarac seinen Namen rufen. Als er darauf antworten wollte, folgte ein weiterer Schlag auf dieselbe Stelle, ihm wurde schwindlig und er fiel in Ohnmacht.

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Leseprobe "Ynsanter - Seele des Feuers" Band 1

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Ynsanter – Seele des Feuers
Geboren aus den Wirbeln der Zeit,
um zu bringen die Harmonie von Chaos und Ordnung
und zu dienen der Schöpfung immerfort.

Geboren aus dem Feuer der Liebe,
das der Glaube hervorgebracht,
um zu erringen den Beistand und die Zuneigung.
Doch verloren ist, was einst Hader schuf,
und nun ist unbekannt der Ort.

Die Seele des Feuers ist erwacht.

Mächtige Geheimnisse führen durch Nebel und Dunkelheit,
getrieben in das Höllenreich des Augenblicks,
um zu lernen, was es heißt – Leben und Tod.

Die Seele des Feuers brennt.

Doch geformt muss werden, was die Unendlichkeit verlor,
denn das Ende ist der Anfang,
zu führen alle gemeinsam ins Reich der Einigkeit.

Das Schwert des Feuers lebt.


Die Vergangenheit


Es begann mit der Erschaffung Zantheras durch die große Göttin, die Schöpferin des Lebens und des Todes, jene, die Anfang und Ende von allem ist, jedoch keinen Namen hat. Sie gab einen Teil ihres Wesens hin und formte daraus die Erde. Ihr Atem war die Luft und ihre Freudentränen waren das Wasser. Das Feuer ihrer Hingabe hielt alles zusammen. Schließlich gab sie ihrer Schöpfung den Namen Zanthera. Glücklich über ihr Werk betrachtete sie es eine Weile und bemerkte, dass etwas fehlte. So erschuf sie die Pflanzen und die Tiere, damit diese auf der Welt wandelten. Doch damit nicht genug, erweckte sie die Wächter der Vergangenheit zum Leben, Kreaturen von Größe und Macht und mit keinem anderen Lebewesen vergleichbar. Im Auftrag der Göttin zogen sie durch die alte Welt, um zu schützen die Luft, das Wasser, die Erde und das Feuer. Ihre Körper waren von Schuppen bedeckt, die leuchteten so hell wie das hellste Sonnenlicht oder waren so finster wie der tiefste Schatten. Ihre Größe reichte an den höchsten der Bäume heran, auf ihrem Kopf saßen zwei Hörner und ihre Kraft war so mächtig wie das Feuer der Erschaffung, während ihre goldenen Augen von ihrem stolzen Charakter zeugten. Die Wächter waren die schönsten und gefährlichsten Geschöpfe, aber die Welt sollte nicht ihnen alleine gehören. Schließlich erweckte die Schöpferin die Seelen der Iyana zum Leben und schickte sie nach Zanthera, damit die Erde von ihnen vollendet würden. Lange Zeit blieb es ruhig und friedlich. All ihre Geschöpfe wuchsen und gediehen und lebten Seite an Seite. Die Seelen vermehrten sich und erfüllten das Herz ihrer Schöpferin mit Stolz. Besonders eine Seele erregte die Aufmerksamkeit der großen Göttin. Sie hatte etwas an sich, das sich mit keinem Wort in keiner Sprache beschreiben ließ. Viele Male stieg die Göttin zu dieser besonderen Seele herab und viele Male erfreute sie sich an ihrer Gesellschaft. Schließlich wurde aus der Leidenschaft ihrer Liebe ein Kind geboren. Sein Haar war rot wie Blut und seine Augen hatten die Farbe des Goldes, es war ein Sohn und sie gaben ihm den Namen Zevenaar.

Das Herz der Göttin war voller Stolz und ihr Sohn durfte auf der Welt wandeln, wie er wollte. Doch je älter er wurde, desto feuriger ward sein Wesen – und umso unbeherrschter. Er liebte seine Mutter innig, doch sie erwiderte seine Gefühle nicht, denn sie hatte ihre ganze Liebe in ihre Schöpfung gegeben. In seiner Wut stürzte sich Zevenaar in das Feuer der Erde, um dort in den glühenden Tiefen das Gefühl zu finden, das ihm seine Mutter nicht gab: die Liebe. Doch auch hier wurde er nicht fündig. Als er aus dem rot glühenden Blut von Zanthera auftauchte, da war sein Herz ebenso glühend vor Hass wie das Feuer. Sie hatte ihm ihre Liebe verwehrt und dafür wandte er sich von ihr ab. Mit der Magie des Feuers und der Erde erschuf er ein Schwert, so mächtig und kraftvoll, dass nur ein Gott es wahrhaftig zu führen vermochte. Zevenaar erschuf Ynsanter – das Schwert des Feuers – die Seele all seines Seins. Mit dieser Waffe trat er noch einmal seiner Mutter gegenüber, und diesmal verlangte er einen Teil ihrer Schöpfung als Ersatz für die ihm verweigerte Herzenswärme. Die Göttin war verwirrt, weder verstand sie die Wandlung ihres Sohnes noch sein Handeln, war doch ihre Schöpfung für alle da. Bebend vor Verbitterung über seine Mutter und dennoch voller Zuneigung zu ihr hielt Zevenaar sein Schwert zurück. Er stürzte sich stattdessen auf ihre Schöpfung, auf Zanthera, und schlug zu. Ynsanter spaltete die Erde und ein gigantischer Riss tat sich auf. Zevenaar belegte das Land daraufhin mit einem Fluch, auf dass sich der Spalt nicht eher schließen möge, bis seine Mutter ihn mit der gleichen Liebe umgäbe, mit der sie auch ihre Schöpfung umgab. Dieser Spalt, der aus Liebe und Hass zugleich geboren wurde, wird von allen Lebewesen seither auch Zevenaar, der Feuerspalt, genannt. Der Göttersohn ließ Ynsanter auf Erden zurück und zog sich in die tiefsten Tiefen des Feuers von Zanthera zurück. Seitdem wartet er vergebens auf die Göttin, die Schöpferin des Lebens und des Todes. Doch etwas anderes tat sich auf der Welt. Die alten Wächter der Vergangenheit zogen sich zurück und die Seelen der Iyana wandelten weiterhin umher und bevölkerten das Land zu ihren Füßen. Sie erfreuten sich an der Schönheit, die ihnen geschenkt worden war. Sie liebten die grünen, weiten Felder, die endlosen Wälder und ein jedes Tier war ihr Freund.

Doch mit einem Mal kamen Fremde über das große Meer Ionnaá – die blauen Tiefen – und setzten ihre Füße auf die fruchtbare Erde des alten Volkes. Sie waren anders als die Iyana, vollkommen von ihnen verschieden. Das Volk der Göttin beschloss, die Neuankömmlinge in ihrer Heimat willkommen zu heißen, zum einen aus Neugier und auch, um die Göttin nicht zu erzürnen, die der Welt diese neue Rasse geschenkt hatte. Doch die Fremden, seither als Menschen bekannt und von der Göttin aus einem entfernten Land gesandt, waren nicht gekommen, um Freundschaft zu schließen, sie kamen, um zu erobern und das Land ihr Eigen zu nennen. Ohne Rücksicht und Gewissen griffen sie die friedlichen Iyana an und töteten viele von ihnen. Ängstlich flohen die Überlebenden in die Wälder im Norden, manche auch in die Tiefen der Berge, zu den feurigen Klüften des Südens. Die Menschen ließen sich nicht aufhalten und folgten jenen Wesen, die sie für schwächlich hielten. In ihrer Verzweiflung riefen die Iyana ihre Göttin um Hilfe. Doch diese sagte ihnen, dass sie sich zurückziehen sollen, da sie glaubte, die Menschen würden ihren Fehler bald einsehen. Aber die Göttin irrte sich. Unbeirrbar und beharrlich machten die Eindringlinge Jagd auf das Volk der Iyana. Jene, die sich in den Tiefen der Welt verbargen, erinnerten sich in ihrer Hoffnungslosigkeit an Zevenaar und riefen den mächtigen Herrn des Feuers um Hilfe. Aufgeweckt durch ihr Rufen erschien der Sohn der Göttin aus den Untiefen der Welt und sah auf die jämmerlichen Iyana herab, die ihn gerufen hatten. Erst wollte auch er ihrem kläglichen Leben ein Ende bereiten, doch als ihm eine der Frauen – Lakisha – ewige Treue gelobte, änderte er seine Meinung. Er versprach den Iyana, dass sie ihre Welt zurückerhalten würden, wenn sie seinem Weg folgten. Durch den Kuss des Feuers gab er den Wesen der Göttin die innere Kraft, die sie brauchten. Er brachte ihre Seelen zum Brennen und erfüllte sie mit seiner Stärke und Macht. Zevenaar schenkte ihnen die Kräfte des Feuers und der Erde. Seither nennen sich die Überlebenden in den Bergen Raukarii. Sie ließen ihr früheres Leben hinter sich und wurden zu jenen Wesen, vor denen sich die Menschen in Zukunft fürchteten, mit Haaren so rot wie das Feuer und Augen in der Farbe glühenden Bernsteins. Tödlich und machtvoll wurden sie so zu den Kindern des Gottes. Zevenaar nahm Lakisha – jene Frau, die ihm als Erste die Treue geschworen hatte – zu seiner Gemahlin und gab ihr das nötige Wissen und die Kraft, die Raukarii zu lehren und zu führen. Diese Welt sollte sein und seines Volkes Eigentum werden, das war Zevenaars Wille. So begann der ewige Krieg der Raukarii gegen die Menschen.

Die wenigen überlebenden Iyana in den nördlichen Wäldern der Welt verbargen sich hinter dem höchsten Gebirge, Brin-Krian genannt. Ein Tor von gewaltiger Größe markiert bis heute den Eingang nach Ianara, dem Heim der letzten lebenden Geschöpfe der großen Göttin. Verborgen hinter dichten Bäumen und Zweigen verstecken sie sich dort und vermeiden seit damals den Umgang mit den Menschen und den Raukarii. Das Gebirge Brin-Krian, auch „die Geisterberge“ genannt, soll seit jeher von den gefallenen Iyana bevölkert sein, die die Tyrannen, die einst über die blauen Tiefen in ihr Land eingedrungen waren, zurückhalten. So leben sie dort in Ruhe und Frieden und beten regelmäßig zu der großen Göttin, dass sich Zanthera eines Tages wieder in das freie Land wandeln werde, das es ehemals war. Die Iyana, die in prächtigen Städten und Siedlungen zu Hause sind, werden von den Menschen und Raukarii gleichermaßen nur „die Feen“ genannt. Ihre Erscheinung gleicht in ihren Augen der eines göttlichen Engels. Ihr langes Haar in Schwarz und Braun fällt ihnen glatt über den Rücken, ihre Augen leuchten blau, grün oder violett und sie sind von großer und schlanker Gestalt. Ein Volk, das im Einklang mit der Natur lebt.

Doch was die Raukarii und die Iyana vereint sind die tief verwurzelten Äste und Zweige ihres Seins, dem Baum des Lebens. Ihre langen, spitz zulaufenden Ohren und ihre Unbeugsamkeit sowie ein Tausende von Jahren währendes Leben zeichnen sie als die willensstarken Geschöpfe Zantheras aus.

Seit jener Zeit leben die drei Völker getrennt voneinander. Die Raukarii, von ihren Feinden auch Düsteralben genannt, bewohnen den Süden hinter dem Feuerspalt, das Land Leven’rauka. Die Menschen leben in der Mitte des Festlandes, das von seinen Bewohnern Teriman getauft wurde, von wo aus sie sich immer weiter auszubreiten suchen. Die Iyana leben im Norden hinter dem Brin-Krian, in den tiefen Wäldern von Ianara. Doch es wird eine Zeit kommen, in der diese Grenzen nicht mehr gültig sein werden, denn ein neuer Krieg bedroht die Welt. Der letzte große Anführer der Raukarii, Zakar genannt, ist vor vielen Jahrhunderten gegangen und hat das Schwert Ynsanter, das Zeichen der göttlichen Herrschaft auf Erden, mit sich genommen, in der Hoffnung, dass nur der Stärkste seiner Art das Schwert an sich nehmen würde. Das Volk der Raukarii ist seither auf der Suche nach dem Schwert ihres Gottes und wenn sie es finden, dann wird ein neuer Krieg über die Welt hereinbrechen – einer, der ihr Antlitz für immer verändern kann.

Neferrilion – Herr des Turms


Kapitel 1
Der Überfall


Die Raukarii waren wieder auf der Jagd. Überall spähten Augen, leuchtend wie glühende Kohlen, aus der Finsternis hervor.

In der Schwärze der Nacht schlichen sie lautlos durch den großen Wald von Ianara, der sich über einen Flecken von Zanthera ganz in der Nähe des mächtigen Brin-Krian-Gebirges im Norden erstreckte. Den Rand des ausgetretenen Pfades säumten gewaltige Bäume sowie kleine Sträucher und Büsche. Die Natur wuchs hier wild und das Unterholz war dicht, sodass die nahenden, dunklen Silhouetten den Augen der wachhabenden Iyana aus dem Dorfe Wael entgingen. Langsam, einen Schritt nach dem anderen setzend, kämpften sich die geschickten Raukariisoldaten an ihr Ziel heran. Sie lagen im angrenzenden Unterholz auf der Lauer, als der Befehl laut durch die Nacht hallte und die Stille des Waldes zerstörte: „Zum Angriff!“

Wie ein Mann sprangen die Raukarii durch die Büsche auf die kleinen Holzhäuser von Wael zu. Die Überraschung war perfekt, und durch ihr grandioses Geschick mit dem Schwert, durch ihre Schnelligkeit und – nicht zu vergessen – durch ihr heimliches Vordringen waren die Raukarii klar im Vorteil. Bis die Iyana begriffen hatten, was geschehen war, war der Kampf bereits in vollem Gange.
„Raukarii! Wir werden angegriffen!“, klang von irgendwoher der panische Schrei einer Iyanafrau durch die finstere Nacht.

„Lauft um euer Leben!“, schrie eine weitere Stimme, diesmal gellend ausgestoßen von einem Mann.
Ataran Neavaras hörte die lauten Rufe, die das Unheil ankündigten; als sie an sein Ohr drangen, rissen sie ihn aus seinem ohnehin leichten Schlaf. Augenblicklich hellwach und von der Sorge ergriffen, es könnte bereits zu spät sein, sprang der große Iyanahauptmann aus dem Bett, eilte ans Ende seiner Schlafstätte und zog hastig seine dort stehenden braunen Wildlederstiefel an. Seine Kleidung, eine braune Lederhose und ein waldgrünes Hemd, hatte er nicht ausgezogen, als er sich vor einer Stunde ins Bett gelegt hatte, daher war er sofort bereit.

Schon Tage zuvor hatte Ataran Neavaras – Hauptmann der Wache des kleinen Dorfes Wael am Rand des mächtigen Brin-Krian-Gebirges – den Verdacht gehegt, dass sich ihre Feinde hier im Wald herumtrieben, obwohl es keine genauen Hinweise gegeben hatte.

Die Raukarii, auch Düsteralben genannt und einst die Brüder der Iyana, da beide vor langer Zeit aus demselben Volk hervorgegangen waren, kamen hin und wieder in den Norden. Sie durchquerten dann das Land der Menschen und gelangten letztendlich über die Berge in den großen Wald Ianara. Kaum etwas schien sie davon abhalten zu können, nicht einmal der lange Marsch über den großen Kontinent, während dem sie etliche tausend Kilometer von Süden nach Norden zogen. Diese Überfälle waren zwar selten, kamen aber dennoch kaum überraschend. Die Raukarii versuchten des Öfteren, große Beute zu machen und Sklaven zu nehmen. Gleichfalls wussten die Iyana auch um die Suche der Düsteralben nach einem der kostbarsten Relikte, die für sie bereits zu einer Art heilige Jagd geworden war.

Dabei handelte es sich um die Suche nach Ynsanter – dem Schwert des Feuers –, erschaffen von Zevenaar, um die große Göttin einst ihrem Tod zu überantworten. Das Geschenk des Sohnes der Göttin an die Raukarii, das zugleich das Herrschaftssymbol des düsteren Volkes war, war jedoch verschwunden und seit vielen Jahrhunderten unauffindbar. Das Brudervolk der Raukarii, die Iyana – auch Feen genannt und von den Raukarii mehr verachtet als die Menschen von Teriman – lebten im großen Wald Ianara und dienten der großen Göttin, der Mutter von Zevenaar. Das allein war für die Raukarii schon Grund genug, die Iyana als Feinde anzusehen und ihnen zu schaden. Tief verwurzelt in ihrem Glauben hielten sich die Düsteralben für ausgestoßen und dennoch für genauso mächtig wie den Gott, den sie verehrten. Sie huldigten dem Feuergott Zevenaar und die Legenden besagten, dass das Volk der Raukarii eines Tages einen neuen und starken Anführer hervorbringen würde, der sie zum Sieg führen und die Düsteralben zu den wahren Herrschern über Zanthera machen würde. Dabei sollte Ynsanter eine große Rolle einnehmen. Das Götterschwert sollte sich an einem geheimen Ort in Ianara befinden, den genauen Ort kannte jedoch keiner. So bekämpften und überfielen die Raukarii unablässig die Iyana und die Menschen, die es wagten, nach Leven’rauka zu kommen, oder die sich ihnen auf dem Weg nach Ianara in den Weg stellten.

Gerüchten zufolge, die Ataran zur Genüge bekannt waren, sollte Ynsanter sich irgendwo an der Küste von Ianara befinden, aber diese Vermutung schienen nicht einmal die Iyana selbst stützen zu können. Keiner vermochte den Aufbewahrungsort des heiligen Schwertes zu nennen, außer vielleicht die Hohen und Mächtigen dieser Welt. Das waren jedoch nur sehr wenige, und sie lebten entweder zurückgezogen von der Zivilisation oder schwiegen schlichtweg.

Die Ankunft der Raukarii konnte für Ataran in jenem Moment also nur eines bedeuten: Gefahr! Ob sein Brudervolk auf Raubfang oder zum wiederholten Male auf der Suche nach Ynsanter war, wurde zur Nebensächlichkeit. Sie griffen sein Dorf und dessen Bewohner an. Die Familie der Iyana schwebte in Lebensgefahr.

Erneut drangen panische Schreie an Atarans Ohr und sagten ihm, dass er keine Zeit verlieren durfte. Sein Volk brauchte ihn, als Iyanahauptmann war er für die Sicherheit seines Dorfes verantwortlich. Eilig griff er nach seinem Waffengürtel, in dem das prachtvolle Schwert aus vielfach gehärtetem Stahl steckte, und zog die Klinge im nächsten Augenblick aus der Scheide. Sie besaß einen Griff aus Elfenbein – solche Schwerter durften nur von den Hauptmännern der Iyanasoldaten getragen werden. Kein gewöhnlicher Krieger würde sich über diese schon seit Jahrtausenden bestehende Tradition hinwegsetzen. Die scharfe Klinge fest in seinen Händen, stürmte Ataran hinaus ins Freie.

Gleich darauf stand Ataran Neavaras vor seiner kleinen Behausung mitten im Dorf Wael und schaute entsetzt in das Durcheinander der fliehenden Iyana. Viele Bewohner rannten um ihr Leben oder waren schon in heftige Kämpfe verwickelt. Schreie hallten durch die dunkle Nacht, Kinder weinten und wieder gellte die Warnung aus dem heillosen Gewimmel der Flüchtenden: „Wir werden angegriffen! Es sind Düsteralben!“

Der Albtraum hat begonnen, war Atarans erster Gedanke, als er sich in Sekundenschnelle ein Bild von der Lage machte. Erst vor wenigen Tagen hatten er und seine Soldaten Raukariiaktivitäten in diesem Teil ihrer Heimat vermutet. Doch niemand, nicht einmal die Ältesten des Clans Varas aus der gleichnamigen Hauptstadt von Ianara, aus dem auch Ataran stammte, hatte mit einem Überfall gerechnet. Wie hatten sie sich nur so irren können? Das Schreckensszenario direkt vor seinen Augen jagte ihm einen kalten Schauer über den Rücken.

„Ihr wolltet mir nicht glauben, jetzt werden die Unschuldigen für eure Nachlässigkeit ihr Leben lassen“, fluchte Ataran bitter vor sich hin.

Fest umklammerte er den Elfenbeingriff seines Schwertes und stürzte sich mitten hinein ins Geschehen. Eine junge Iyana hinter ihm schrie plötzlich laut auf. Als der Krieger sich umwandte, stand nur wenige Meter von ihm entfernt ein Raukarii. Unheil verkündend leuchteten seine Augen auf und er rief etwas in seiner Sprache, was Ataran nicht verstand. Der Ton und die Art und Weise, wie der Feind die Worte ausstieß, ließen allerdings nur eine Lesart zu – Tod! Der Feind zog soeben sein Langschwert aus dem Körper der eben noch schreienden Iyanafrau, die daraufhin leblos zu Boden sank. Einen Atemzug später stürzte er sich auf Ataran. Ihre Waffen trafen klirrend aufeinander. In einem schnellen Tanz wirbelten die Schwerter durch die Luft. Stahl traf auf Stahl und die Funken stoben nur so durch die ungeheure Kraft des Aufpralls. Die Wut über das erbarmungslose Töten der Frau verlieh Ataran den nötigen Mut, sich der geschickten Kampfkunst des Raukarii zu stellen, der eindeutig ein guter Kämpfer war und den Iyanahauptmann mehrmals hintereinander ins Straucheln brachte. Doch einige gut gezielte Schläge Atarans konnte er nur mit Mühe abwehren. Einige Minuten gaben sich der Iyana und der Raukarii dem Rhythmus des Kampfes hin, bis sich das Blatt schließlich wendete. Die Schläge erfolgten im Takt ihres eigenen Herzschlags, als es Ataran plötzlich gelang, die defensive Abwehrhaltung des Gegners zu überwinden und diesen in einem schnellen Vorstoß an der rechten Schulter zu treffen. Der Raukarii stöhnte schmerzerfüllt auf und ließ gleichzeitig die Klinge zu Boden fallen, welche er mit dem rechten Arm eben noch so geschickt geführt hatte. Nun durfte Ataran keine Zeit vergeuden. Sofort zog er die scharfe Klinge heraus, nur um anschließend noch ein weiteres Mal zuzustoßen. Diesmal traf der Hauptmann den Brustkorb. Der Schlag war tödlich. Die Augen des Düsteralben blitzten noch einmal hell auf, dann stürzte er auf die Knie, senkte den Kopf und landete mit dem Gesicht nach unten im weichen Gras.

Ataran konnte sich jedoch keine Verschnaufpause gönnen, schon glitt sein Blick erneut über das Kampfgetümmel. Selbst in der mondlosen Nacht erkannte der Hauptmann das Ausmaß des Überfalls. Die kleine Lichtung wurde von den lichterloh brennenden Häusern seines Dorfes erhellt, und als wäre dies nicht genug, sah er überall in seiner Nähe viele tote Frauen und Kinder auf dem Boden liegen, die zuvor von den Feinden aus ihren Häusern getrieben worden waren. Doch etwas anderes als der grausige Anblick erschreckte ihn weitaus mehr – die Gegner waren nicht alleine. Bereits im nächsten Moment erhaschte Ataran aus dem Augenwinkel, wie sich ein gewaltiges Untier von mehreren Metern Höhe direkt in seine Richtung bewegte. Schnell wandte er den Kopf der Gefahr zu und erkannte einen Raukarii, der in eine Robe gehüllt auf einer riesigen Schlange saß. An beiden Seiten des Schlangenkörpers ragten Flügel he­raus, ihre Fangzähne trieften vor Gift. Der Feind saß direkt vor dem Flügelansatz auf einem Sattel und schrie in der Raukariisprache abwechselnd seinen Männern und dem Tier Befehle zu. Die geflügelte Schlange reagierte auf das Kommando mit einem hohen, spitzen Schrei und flog mit schlängelnden Bewegungen und mächtigen Flügelschlägen auf die Mitte der Lichtung zu, genau in Atarans Richtung.

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Sonntag, 1. August 2010

Willkommen

Mein Name lautet Annette Eickert und in diesem Blog möchte ich euch alle Bücher vorstellen, die ich bisher gelesen und quasi verschlungen habe, aber genauso Bücher, die ich gerne noch lesen möchte. Auch Mangas kommen nicht zu kurz, wenn sich jemand von euch Lesern dafür interessiert.

Gleichzeitig möchte ich all meinen Leser noch mitteilen, dass mein Blog von Wordpress nun auf Blogger umgezogen ist.

Meinen alten Blog findet ihr unter Fantasybookauthor

Ich hoffe, der Blog wird euch gefallen … auf „gutes Lesen“


Eure Annette